Sara Mingardo
Alt
Quelle: Stagedoor
Sara Mingardo wurde in Venedig geboren, wo sie am Conservatorio Benedetto Marcello bei Franco Ghitti studierte; dank eines Stipendiums schloss sie ihre Ausbildung an der Accademia Chigiana in Siena ab. Nachdem sie mehrere internationale Wettbewerbe gewonnen hatte, gab sie 1987 ihr Debüt in Il matrimonio segreto (als Fidalma) und in La Cenerentola (Titelrolle).
Als regelmäßiger Gast führender italienischer und internationaler Musikinstitutionen zählt sie zu den herausragenden Künstlerinnen der heutigen Musikszene.
Sie arbeitet regelmäßig mit Dirigenten von höchstem Rang zusammen, darunter Rinaldo Alessandrini, Ivor Bolton, Riccardo Chailly, Myung Whun Chung, Sir Colin Davis, John Eliot Gardiner, Emmanuelle Haïm, Marc Minkowski, Riccardo Muti, Roger Norrington, Trevor Pinnock, Maurizio Pollini, Christophe Rousset, Jordi Savall, Peter Schreier und Jeffrey Tate, sowie mit bedeutenden internationalen Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra, dem Orchestre National de France, Les Musiciens du Louvre, dem Monteverdi Choir and Orchestra, Les Talens Lyriques und der Academia Montis Regalis.
Ihr Repertoire umfasst Werke von Gluck, Monteverdi, Händel, Vivaldi, Rossini, Verdi, Cavalli, Mozart, Donizetti, Schumann und Berlioz. Besonders aktiv ist sie im Konzertbereich, wo ihr Repertoire von Bach, Beethoven und Brahms über Dvořák und Mahler bis zu Pergolesi und Respighi reicht.
Besonders hervorzuheben ist ihre Zusammenarbeit mit Maestro Claudio Abbado, mit dem sie auf bedeutenden Bühnen in wichtigen Produktionen eine zentrale Rolle spielte: beim Lucerne Festival (Mozarts Requiem, Brahms’ Rhapsodie für Alt und Kindertotenlieder); Pergolesis Stabat Mater und Kindertotenlieder in Bologna mit dem Mozart-Orchester; zahlreiche Konzerte bei den Salzburger Festspielen sowie auf Italien-Tourneen (Bologna, Modena, Jesi, Morimondo).
Für ihre Interpretation der Anna in Berlioz’ Les Troyens gewann sie 2002 zwei Grammy Awards (Beste Opernaufnahme und Bestes Klassikalbum). 2009 verlieh ihr der italienische Musikkritikerverband den bedeutenden „Premio Abbiati“ für ihre Darbietung in Monteverdis L’Orfeo am Teatro alla Scala unter der Leitung von Rinaldo Alessandrini.
Zu ihren jüngsten Engagements zählen: Il ritorno d’Ulisse in patria (Penelope) am Grand Théâtre de Genève und auf Spanien-Tournee mit Europa Galante; Monteverdis L’Orfeo an der Opéra de Monte-Carlo und bei den Salzburger Festspielen; Giulio Cesare am Teatro dell’Opera di Roma, an der Opéra de Monte-Carlo, an der Opéra Royal de Versailles, an der Wiener Staatsoper und auf Europatournee mit Les Musiciens du Prince; Mozarts Requiem am Teatro San Carlo in Neapel, in Philadelphia und in der Carnegie Hall in New York; Pergolesis Stabat Mater am Teatro dell’Opera di Roma; Beethovens 9. Sinfonie in den Caracalla-Thermen; Mahlers 3. Sinfonie am Teatro La Fenice in Venedig und am Teatro Massimo in Palermo; Pergolesis Stabat Mater auf Tournee in den Niederlanden mit der Philharmonie Zuidnederland; Falstaff am Teatro Carlo Felice in Genua; sowie Bachs Johannes-Passion BWV 245 mit dem La Cetra Barockorchester in Leipzig.
Zu den Höhepunkten der Saison 2025–26 gehören: Die erste Walpurgisnacht in San Sebastián–Donostia, Barcelona und Paris unter Jordi Savall; Giulio Cesare am Teatro Petruzzelli in Bari und am Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia; Pergolesis Stabat Mater mit dem Orchester des Teatro dell’Opera di Roma; Orfeo ed Euridice am New National Theatre in Tokio; Beethovens 9. Sinfonie am Teatro Lirico in Cagliari; Bachs Johannes-Passion in der Kölner Philharmonie; Vivaldis Nisi Dominus an der Opéra de Rouen; sowie ein Barockkonzert beim Anima Mundi Festival in Pisa mit The English Concert und Trevor Pinnock.
Fotos und Videos