Biografie

Rufus Didwiszus

Stand: August 2019

Rufus Didwiszus studierte Bühnen- und Kostümbild in Stuttgart bei Jürgen Rose und arbeitet seither als freier Bühnenbildner in Theater-, Opern- und Tanzproduktionen. Mit Thomas Ostermeier arbeitete er u. a. bei dessen Inszenierungen von Richard Dressers Unter der Gürtellinie und Mark Ravenhills Shoppen & Ficken in der Baracke des Deutschen Theaters Berlin, die zum Berliner Theatertreffen und nach Avignon eingeladen wurde, Maurice Maeterlincks Der blaue Vogel am Deutschen Theater Berlin, Marius von Mayenburgs Feuergesicht am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Jon Fosses Der Name bei den Salzburger Festspielen und an der Schaubühne in Berlin, The Girl on the Sofa beim Edinburgh International Festival und an der Schaubühne sowie Marieluise Fleißers Der starke Stamm und Gerhart Hauptmanns Vor Sonnenaufgang an den Münchner Kammerspielen. Außerdem entwarf er Bühnenbilder für Barrie Kosky, Sasha Waltz (Dialoge 99/II) im Jüdischen Museum Berlin, Sidi Larbi Cherkaoui (Foi mit les ballets C de la B in Gent), Tom Kühnel (Der Ring des Nibelungen am Theater am Turm in Frankfurt), Christian Stückl, Stefan Larsson, Tomas Alfredson und Christian Lollike.

Seit 2004 entwirft und inszeniert Rufus Didwiszus mit Joanna Dudley eigene Musiktheater-Performances, u. a. in den Sophiensaelen, an der Schaubühne und im Radialsystem in Berlin sowie im BOZAR Centre for Fine Arts in Brüssel. Mit seiner Band Friedrichs war er in Der weiße Wolf am Staatstheater Stuttgart zu sehen. Zudem war er als Gastdozent an der Akademie der Bildenden Künste München und an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee tätig.

In jüngster Zeit entwarf Rufus Didwiszus Bühnenbilder für die Königliche Oper Stockholm (Daniel Börtz’ Medea), für das Ballett Zürich (Nussknacker und Mausekönig) und das Opernhaus Zürich (Winterreise). Am Opernhaus Zürich zeichnete er auch für die Bühne für Barrie Koskys Inszenierung von Schrekers Die Gezeichneten (2018) verantwortlich. An der Komischen Oper in Berlin gestaltete er die Bühnenbilder für Barrie Koskys Inszenierungen von La Belle Hélène (2014), Oscar Straus’ Die Perlen der Cleopatra (2016), Jerry Bocks Anatevka (2017) sowie La bohème (2018). Ihre nächste gemeinsame Produktion wird im November 2019 Fürst Igor an der Pariser Opéra sein.

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