Romeo Castellucci

Regisseur

© Milagro Elstak

Romeo Castellucci wurde in Cesena (Italien) geboren und studierte Malerei und Bühnenbild an der Accademia delle Belle Arti in Bologna. 1981 gründete er gemeinsam mit Claudia Castellucci und Chiara Guidi das Theaterkollektiv Socìetas Raffaello Sanzio. Er hat zahlreiche Produktionen geschaffen, die er als Autor, Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner sowie Lichtdesigner verantwortete.

Zu seinen Operninszenierungen zählen Parsifal an der Monnaie in Brüssel (2011), Orfeo ed Euridice bei den Wiener Festwochen (2014), Moses und Aron an der Pariser Opéra (2015, mit Wiederaufnahme am Teatro Real in Madrid, 2016), Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher an der Opéra national de Lyon (2017), Tannhäuser an der Bayerischen Staatsoper in München (2017), Henzes Das Floß der Medusa an der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam (2018), Die Zauberflöte an der Monnaie (2018, in Koproduktion mit der Opéra de Lille), Alessandro Scarlattis Il primo omicidio an der Pariser Opéra (2019, in Koproduktion mit der Berliner Staatsoper), A Paixão (Bachs Matthäus-Passion) am Centro Cultural de Belém in Lissabon (2019), Mozarts Requiem beim Festival d’Aix-en-Provence (2019), Pavane für Prometheus beim Beethovenfest in Bonn (2021), Résurrection (Mahlers 2. Symphonie) beim Festival d’Aix-en-Provence (2022, mit Wiederaufnahme am Teatro Colón in Buenos Aires, 2023, und am La Vilette in Paris, 2024), Daphne an der Berliner Staatsoper (2023), Das Rheingold (2023) und Die Walküre (2024) an der Monnaie sowie der Musiktheaterabend Le lacrime di Eros (2024) über die Ursprünge der Oper an der Niederländischen Nationaloper.

2025 kreierte er die Produktion Stabat Mater mit Musik von Pergolesi und Scelsi, koproduziert vom Grand Théâtre de Genève und dem Teatro dell’Opera in Rom, mit Aufführungen in der St.-Peter-Kathedrale in Genf und der Basilika Santa Maria in Aracoeli in Rom. 2026 inszenierte er Pelléas et Mélisande an der Mailänder Scala.

2018 gab er mit Salome sein Debüt bei den Salzburger Festspielen, wohin er 2021 und 2024 für Don Giovanni und 2022 für Bartóks Herzog Blaubarts Burg in Kombination mit Orffs De temporum fine comoedia zurückkehrte.

2005 leitete Romeo Castellucci die Theatersektion der Biennale von Venedig, und 2008 war er „Artiste associé“ der 62. Ausgabe des Festival d’Avignon. Für die Jahre 2021 bis 2024 war er „Grand Invité“ der Triennale Milano.

Romeo Castellucci erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter der Premio Europa Nuove Realtà Teatrali (1996), der Rang eines Chevalier des französischen Ordre des Arts et des Lettres (2002), der Goldene Löwe der Biennale von Venedig für sein Lebenswerk (2013), ein Ehrendoktorat der Universität Bologna (2014) und das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien (2022). Er ist Mitglied der Académie royale de Belgique. Von der Zeitschrift Opernwelt wurde er 2014 als Regisseur des Jahres (für Orfeo ed Euridice), 2017 als Bühnenbildner des Jahres (für Jeanne d’Arc au bûcher) und 2019 als Regisseur sowie Bühnenbildner des Jahres (für Salome) ausgezeichnet.

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Stand: August 2026

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