Biografie

Nils Ostendorf

Stand: Mai 2019

Nils Ostendorf, geboren 1977 in Hamburg, arbeitet als Trompeter und Komponist in Berlin. Er studierte von 1997 bis 2002 Jazztrompete an der Folkwanghochschule Essen und am Rotterdams Conservatorium. Im Jahr 2000 wurde er mit dem Folkwang Preis ausgezeichnet und erhielt 2001 und 2002 Stipendien des Kultusministeriums NRW und des DAAD für Studienaufenthalte in New York und am Banff Centre for the Arts in Kanada. Nils Ostendorf hat auf seinem Instrument unter Einbindung von spezifisch entwickelten Spieltechniken eine ganz eigene musikalische Sprache entwickelt, die von zeitgenössischer Musik, elektroakustischer Musik und Naturgeräuschen inspiriert ist. Er ist als Trompeter international in den Bereichen experimentelle Musik und Improvisation tätig, Konzerttourneen führten ihn durch ganz Europa, die USA und Kanada. Als Trompeter wirkte er zudem an zahlreichen Hörspiel-, Klangkunst- und Theaterproduktionen mit. 2017 gründete er die Synth-Rock-Band Polypore mit den Theatermusikern Daniel Freitag und Max Andrzejewski.

Seit seiner Studienzeit interessierte sich Nils Ostendorf für die Arbeit in den Bereichen Tanz und Theater. Nach ersten Erfahrungen mit den Choreografen Felix Bürkle und Samir Akika als Trompeter und Komponist entstanden 2006 erste Theatermusiken für den französischen Regisseur Mikaël Serre. 2007 arbeitete er als Theaterkomponist erstmals mit Thomas Ostermeier zusammen, mit dem ihn bis heute eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet, mit zahlreichen Produktionen an der Berliner Schaubühne, den Münchner Kammerspielen, mit der Toneelgroep Amsterdam, am Theater Vidy Lausanne und am Theatre of Nations Moskau. An der Schaubühne Berlin entstanden zusammen mit Thomas Ostermeier u. a. Hamlet, Richard III., Die Ehe der Maria Braun nach einer Vorlage von Rainer Werner Fassbinder, Dämonen von Lars Norén, zuletzt Rückkehr nach Reims nach Didier Eribon (2017), Im Herzen der Gewalt von Edouard Louis (2018) sowie in der Spielzeit 2018/19 Italienische Nacht von Ödön von Horváth und abgrund von Maja Zade.

Bei den Salzburger Festspielen kreierte Nils Ostendorf 2011 die Musik zu Thomas Ostermeiers Inszenierung von Shakespeares Maß für Maß.

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