Nicolas Altstaedt
Violoncello
Quelle: HarrisonParrot
Der deutsch-französische Cellist Nicolas Altstaedt ist einer der vielseitigsten und gefragtesten Künstler der Gegenwart. Als Solist, Dirigent und künstlerischer Leiter spielt er ein Repertoire, das von Alter bis zu zeitgenössischer Musik reicht, sowohl auf historischen als auch auf modernen Instrumenten.
Seit seinem von der Kritik gefeierten Debüt 2010 mit den Wiener Philharmonikern und Gustavo Dudamel beim Lucerne Festival zählen zu Nicolas Altstaedts bemerkenswerten Residenzen und Kooperationen das Budapest Festival Orchestra (Fischer), das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg (Currentzis), die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (Adès), das Royal Concertgebouw Orchestra, das Helsinki Festival (Salonen), das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Münchner Philharmoniker, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (Ticciati), das Konzerthausorchester Berlin (Mallwitz), das Philharmonia Orchestra (Järvi), das London Philharmonic Orchestra, die Bamberger Symphoniker, das Rotterdam Philharmonic Orchestra (Shani), das Tonhalle-Orchester Zürich, das Schwedische Radio-Sinfonieorchester (Emelyanychev), die Königlichen Stockholmer Philharmoniker, das NHK- und Yomiuri Nippon-Sinfonieorchester (Yamada), die Sinfonieorchester von Sydney und Neuseeland (Runnicles) sowie das Australian Chamber Orchestra.
Nicolas Altstaedt tritt regelmäßig mit Ensembles wie Il Giardino Armonico unter Giovanni Antonini, B’Rock unter René Jacobs, dem Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe, dem Freiburger Barockorchester sowie Arcangelo auf historischen Instrumenten unter Jonathan Cohen auf.
Als Dirigent hat er enge Partnerschaften mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Australian Chamber Orchestra, dem Münchener Kammerorchester (zuletzt als Artist in Focus 2024/25) und dem Scottish Chamber Orchestra aufgebaut. Im Jahr 2025/26 beginnt er eine dreijährige Tätigkeit als Artist in Association der Tapiola Sinfonietta.
Gemeinsame Auftritte mit Komponist·innen wie Thomas Adès, Jörg Widmann, Fazıl Say und Sofia Gubaidulina haben seinen Ruf als herausragender Interpret zeitgenössischer Musik gefestigt. Wolfgang Rihm, Sebastian Fagerlund, Jörg Widmann, Marton Illés und Thomas Larcher u. a. haben Konzerte und andere Werke für ihn geschrieben. Liza Lims 2024 für ihn komponiertes Cellokonzert A Sutured World wurde in einer 5-Sterne-Rezension in Limelight als „bestimmt dazu, ein Markenzeichen des Cellorepertoires zu werden” beschrieben. Er wird in den kommenden Spielzeiten auch neue Konzerte von Francesca Verunelli, Enno Poppe und Miroslav Srnka uraufführen.
2012 trat Nicolas Altstaedt die Nachfolge von Gidon Kremer als künstlerischer Leiter des Kammermusikfestivals Lockenhaus an. Von 2014 bis 2021 war er künstlerischer Leiter der Haydn Philharmonie im Schloss Ésterházy, wo er die Nachfolge von Adam Fischer antrat und mit dem Orchester auf Tournee nach Japan und China ging. Zu seinen Kammermusikpartner·innen zählen Janine Jansen, Lawrence Power, Mao Fujita, Maxim Emelyanychev, Thomas Dunford, Jean Rondeau, das Quatuor Ébène und das Belcea Quartet. Er tritt regelmäßig bei großen Festivals auf, darunter in Salzburg, Verbier, Luzern, Edinburgh, bei den BBC Proms, dem Prager Frühling und dem Musikfest Bremen.
Seine Aufnahme von A Sutured World aus dem Jahr 2024 folgt auf mehrere von der Kritik gefeierte Alben, darunter eine Sammlung von Kammermusikwerken von Veress und Bartók auf Alpha, die mit dem BBC Music Magazine Chamber Award 2020 und dem Gramophone Classical Music Award 2020 ausgezeichnet wurde. Nicolas Altstaedt erhielt den Concerto Award 2017 des BBC Music Magazine für seine Aufnahme von Carl Philipp Emanuel Bach-Konzerten bei Hyperion mit Arcangelo (Cohen) und den AFAS Edison Klassiek 2017 für seine Recital-Aufnahme mit Fazıl Say bei Warner Classics. Zu seinen früheren Auszeichnungen zählen der Credit Suisse Award 2010, der Beethovenring Bonn 2015, der Musikpreis der Stadt Duisburg 2018 und die Anerkennung als BBC New Generation Artist 2010-2.
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