Biografie

Monteverdi Choir

Stand: Juli 2022

Der Monteverdi Choir gilt weltweit als eines der führenden Vokalensembles. Seit seiner Gründung in den 1960er-Jahren belebt er die Chormusik in aller Welt mit seinem unermüdlichen Bestreben nach ständig neuen Perspektiven, Unmittelbarkeit und Dramatik in seinen Aufführungen. Nicht zuletzt dadurch ist er zum Inbegriff für leidenschaftlichen und hochkultivierten Chorgesang geworden.

Mit seiner Bach Cantata Pilgrimage feierte der Monteverdi Choir im Jahr 2000 einen Höhepunkt seiner reichhaltigen, bahnbrechenden Tournee-Tätigkeit. Im Rahmen dieses internationalen Tour-Projekts, das Gramophone als „eines der ehrgeizigsten musikalischen Projekte aller Zeiten“ lobte, führte er alle 198 geistlichen Kantaten von Johann Sebastian Bach in über 60 Kirchen in Europa und den USA auf. Die daraus entstandene Gesamtaufnahme veröffentlichte der Chor bei seinem eigenen Label Soli Deo Gloria.

Der Monteverdi Choir kann eine umfangreiche Diskografie von über 150 Einspielungen vorweisen und wurde bereits mit einer Vielzahl von hochkarätigen Preisen ausgezeichnet.
Sein vielfältiges Spektrum an Projekten reicht von einer Tournee mit der auswendig vorgetragenen Matthäus-Passion von Bach mit den English Baroque Soloists über Berlioz’ La Damnation de Faust bis zu Verdis Messa da Requiem mit dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Außerdem trat der Chor auch in Orphée et Eurydice am Royal Opera House, Covent Garden, in Der Freischütz und Carmen an der Opéra Comique sowie in Les Troyens am Théâtre du Châtelet in Paris auf. 2017 nahm der Monteverdi Choir an dem mit dem Royal Philharmonic Society Award ausgezeichneten Projekt Monteverdi 450 teil, bei dem er alle drei erhaltenen Opern Monteverdis mit John Eliot Gardiner und den English Baroque Soloists in Europa und den USA interpretierte. Auch bei den Salzburger Festspielen realisierten sie 2017 den Monteverdi-Zyklus.

2019 war der Chor in Händels Semele an einigen führenden europäischen Spielstätten wie dem Teatro alla Scala in Mailand zu erleben. Zu weiteren Höhepunkten der jüngeren Vergangenheit zählen die von der Presse gelobten Aufführungen von Berlioz’ Benvenuto Cellini und die Debütauftritte des Chores in Russland und Südamerika.

Im Jahr 2020 trat der Monteverdi Choir an der Seite des Orchestre Révolutionnaire et Romantique mit Beethovens 9. Symphonie in Barcelona, New York und Chicago auf und debütierte außerdem mit den English Baroque Soloists beim Settimana di Musica Sacra di Monreale Festival in Sizilien.

2021 gab der Chor sein erstes Konzert via Internet-Live-Stream: Im Sheldonian Theatre in Oxford brachte er gemeinsam mit den English Baroque Soloists Bachs Johannes-Passion zur Aufführung. In den regulären Konzertbetrieb kehrte das Ensemble im Sommer mit Aufführungen bei den Salzburger Festspielen sowie beim Festival Berlioz zurück. Bei den BBC Proms und den Berliner Festspielen gab der Monteverdi Choir vielbeachtete Konzerte mit Werken von Händel und Bach. Ende des Jahres ging er mit Berlioz’ Oratorium L’Enfance du Christ auf eine Tournee, die auch in seinem neuen Londoner Domizil, St. Martin-in-the-Fields, Station machte.

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