Biografie

Max Emanuel Cencic

Stand: August 2018

Max Emanuel Cencic ist einer der weltweit faszinierendsten und vielfältigsten Künstler, der sich für die Wiederentdeckung und Aufführung der Musik des 18. Jahrhunderts einsetzt. In der Saison 2016/17 stehen herausragende Projekte des Countertenors bevor, darunter die Gluck-Opern Orfeo ed Euridice (Staatsoper Berlin) und Ezio (Oper Frankfurt) sowie seine Debüts bei den Salzburger Pfingstfestspielen und im Auditorio Nacional de Música in Madrid.

Mit seinem virtuosen Mezzosopran zeigt Max Emanuel Cencic, wie technisch brillant und gleichzeitig modern und einfühlsam Barockgesang sein kann. Als gefragter Solist tritt er weltweit an den großen Opernhäusern auf, wie der Wiener Staatsoper, dem Theater an der Wien, am Opernhaus Zürich, der Opéra Royal in Versailles, der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Berlin, Barcelonas Gran Teatro del Liceu, dem Théâtre des Champs-Élysées und dem Brüsseler Opernhaus La Monnaie. Konzerte führten ihn u. a. in die Laeiszhalle Hamburg, die Carnegie Hall (New York), das Barbican Centre (London), Amsterdams Concertgebouw und den Wiener Musikverein. Außerdem tritt er weltweit bei zahlreichen Festivals auf. Er arbeitet regelmäßig mit Dirigentinnen und Dirigenten wie William Christie, René Jacobs, Ottavio Dantone, Diego Fasolis, George Petrou, Emmanuelle Haïm und Riccardo Muti zusammen.

Seine vielseitigen Projekte vermittelt Max Emanuel Cencic einem breiten Publikum: durch Opernproduktionen, CD-Aufnahmen und ausgedehnte Tourneen. Außerdem dokumentierten Sender wie Mezzo TV und ARTE Concert viele seiner herausragenden Auftritte, wie die von ihm wiederentdeckte Händel-Oper Alessandro.

Als künstlerischer Leiter von Parnassus Arts Productions ist Cencic verantwortlich für die Leitung und Aufführung wichtiger Werke des italienischen Barock, darunter die vielbeachtete Wiederentdeckung von Leonardo Vincis letzter Oper Artaserse, die nicht nur auf der Bühne begeisterte, sondern auch in ihrer Einspielung vielfach ausgezeichnet wurde, u. a. mit dem ECHO Klassik, dem Preis der deutschen Schallplattenkritik und dem Diapason d’or, und für den Grammy nominiert war.

Ebenso überzeugen Cencic’ Solo-Aufnahmen, z. B. die CD Rokoko, eine Kompilation virtuoser Arien aus dem umfangreichen Schaffen Johann Adolph Hasses, oder die aktuelle CD Arie napoletane mit Meisterwerken der Neapolitanischen Schule.

Zuletzt konnte sich Cencic auch als Regisseur einen Namen machen, etwa mit Hasses Siroe oder 2016 mit Händels Arminio bei den Händel-Festspielen in Karlsruhe, wo er die Titelrolle wie auch die Regie des selten aufgeführten Werks übernahm. Zu künftigen weiteren Regieproduktionen zählen Rossinis La donna del lago, Händels Pastor fido und Mozarts Don Giovanni.

Für sein künstlerisches Schaffen wurde Max Emanuel Cencic vom französischen Kulturministerium als Chevalier dans l’Ordre des Arts et des Lettres geehrt.

Stand: Februar 2017

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