Massimo Altieri
Tenor
Der in Rovigo geborene Tenor Massimo Altieri schloss 2004 ein Studium der klassischen Gitarre am Konservatorium von Bologna ab. Als Mitglied des Coro Polifonico Città di Rovigo begann er im selben Jahr, sich intensiv mit dem Singen zu beschäftigen. Seit 2007 arbeitet er mit bedeutenden Ensembles im Bereich der Alten Musik und darüber hinaus zusammen, darunter La Compagnia del Madrigale und Cantica Symphonia (Giuseppe Maletto), Cantar Lontano (Marco Mencoboni), De labyrintho (Walter Testolin), i Disinvolti (Massimo Lombardi), Odhecaton (Paolo Da Col), das Ensemble Arte Musica (Francesco Cera), Modo Antiquo (Federico Maria Sardelli), die Accademia d’Arcadia (Alessandra Rossi Lürig), Ars Cantica (Marco Berrini), laBarocca (Ruben Jais), Il Canto di Orfeo und Les Musiciens du Prince — Monaco (Gianluca Capuano), Concerto Italiano (Rinaldo Alessandrini), die Accademia Bizantina (Ottavio Dantone) sowie der Coro della Radiotelevisione svizzera und I Barocchisti (Diego Fasolis).
2016 war er als Solist in Monteverdis Marienvesper beim Festival Vicenza in Lirica und in der Frari-Kirche in Venedig zu hören. 2017 debütierte er bei den Schwetzinger Festspielen in Monteverdis drei erhaltenen Opern mit La Venexiana unter Davide Pozzi. Es folgten solistische Auftritte u. a. in Mozarts Requiem und Händels Messiah mit dem Orchestra Filarmonica Marchigiana, als Erster Hirte (L’Orfeo) unter Ottavio Dantone in Ravenna und Ferrara sowie in Monteverdis Marienvesper mit La Fonte Musica im Wiener Konzerthaus, als Tempo in Händels Il trionfo del Tempo e del Disinganno unter Fasolis an der Opéra de Lausanne und als Nicola in Vanni Morettos De vernuftige edelman Don Quichot van La Mancha, einer für Opera2Day komponierten Oper, die in mehreren Theatern in den Niederlanden zu erleben war.
Engagements der jüngeren Zeit umfassten L’Orfeo und Marienvesper bei den Salzburger Pfingstfestspielen und an der Opéra de Monte-Carlo, Historicus in Carissimis Jephte und Sailor (Dido and Aeneas) in konzertanten Aufführungen mit il Pomo d’Oro unter Maxim Emelyanychev u. a. in der Elbphilharmonie in Hamburg, im Barbican Centre in London und am Théâtre des Champs-Élysées in Paris, L’Orfeo unter Dantone am Opernhaus Zürich und Marienvesper, ebenfalls unter Dantone, in Cremona.
Massimo Altieri ist Mitglied von Walter Testolins Ensemble RossoPorpora, mit dem er das Luca Marenzio gewidmete Album L’amoroso & crudo stile und Monteverdis Sechstes Madrigalbuch aufgenommen hat. Die 4-CD-Box mit sämtlichen Werken des Frührenaissance-Komponisten Zacara da Teramo, die er mit La Fonte Musica einspielte, wurde mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet.