Marina Viotti

Mezzosopran

© Christian Meuwly

Die französisch-schweizerische Mezzosopranistin Marina Viotti ist regelmäßig an international renommierten Opernhäusern zu Gast. Bizets Carmen, die sie erstmals am Opernhaus Zürich und im Oktober 2025 auch bei ihrem szenischen USA-Debüt an der Dallas Opera sang, hat sich zu einer ihrer Paraderollen entwickelt. Nach ihren Auftritten als Marchesa Melibea (Il viaggio a Reims) bei den Salzburger Pfingstfestspielen wird sie die Carmen in Athen singen. Zu weiteren Engagements der Saison 2025/26 zählten Orlofsky (Die Fledermaus) in Zürich und Rosina (Il barbiere di Siviglia) an der Deutschen Oper Berlin; als Konzertsängerin war sie u. a. beim Bayreuth Baroque Festival, im Amsterdamer Concertgebouw und auf einer Schweiz-Tournee mit Les Musiciens du Louvre zu hören. Im Juni 2026 gibt sie ein Konzert am Pariser Théâtre des Champs-Élysées.

Marina Viotti studierte Querflöte und unternahm Ausflüge in Jazz, Gospel und Heavy Metal, bevor sie ein Gesangsstudium absolvierte. Erste Engagements in Lausanne und als Mitglied des Jungen Ensembles des Grand Théâtre de Genève legten den Grundstein für ihre internationale Karriere.

Höhepunkte der letzten Jahre waren Charlotte (Werther) am Théâtre des Champs-Élysées, Orlofsky in Amsterdam, Siébel (Faust) an der Pariser Opéra, Muse / Nicklausse (Les Contes d’Hoffmann) in Zürich, Maddalena (Rigoletto) in München, Stéphano (Roméo et Juliette) an der Mailänder Scala und die Titelrolle in Glucks Alceste in Rom. Am Théâtre des Champs-Élysées stand sie außerdem in den Titelrollen von La Périchole und La Cenerentola sowie als Megacle in Vivaldis L‘Olimpiade auf der Bühne. Ihr USA-Debüt gab sie in Bruckners Te Deum mit dem Atlanta Symphony Orchestra unter Nathalie Stutzmann.

Mit ihren vielfältigen Rezital-Programmen, die sie mit kleinen Ensembles präsentiert, ist Marina Viotti u. a. in Straßburg, in Liechtenstein, beim Gstaad New Year Music Festival und bei weiteren Festivals in Europa aufgetreten.

Ein besonderer Höhepunkt ihrer Karriere war ein mit einem Grammy Award ausgezeichneter Auftritt mit der Metal-Band Gojira bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 2024 in Paris.

2025 wurde Marina Viotti vom französischen Kulturministerium zur Chevalière de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. 2023 als Opernsängerin des Jahres bei den Victoires de la Musique Classique, 2022 mit dem Schweizer Musikpreis und 2019 mit dem Mazars Young Singer Award bei den International Opera Awards.

mehr dazu weniger anzeigen
Stand: Mai 2026