Marina Davydova ist Festivalleiterin und Theatermacherin sowie Theaterkritikerin und -historikerin. Geboren im aserbaidschanischen Baku, studierte sie Theaterwissenschaft in Moskau. Sie lehrte an Hochschulen, war Rezensentin der Zeitung Iswestija, Chefredakteurin der russischen Zeitschrift teatr sowie Künstlerische Leiterin des Moskauer Net-Festivals und Programmdirektorin der Wiener Festwochen 2016.
Im März 2022 war Davydova gezwungen, Russland zu verlassen, da sie am ersten Tag des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine eine antimilitaristische Petition verfasst hatte. Für die Salzburger Festspiele verantwortete sie die Konzeption der Schauspielprogramme 2024 und 2025.
Sie ist die Verfasserin der Monografie Ende einer Theaterepoche (2005) zum russischen Theater und Herausgeberin des Bandes The History of West European Theatre since Renaissance Time until the End of the XIX Century. Zuletzt wurde im Mai 2023 ihre theatrale Installation Museum of the Uncounted Voices bei den Wiener Festwochen uraufgeführt; in der Folge war diese Arbeit bei zahlreichen Festivals zu sehen.
Ihr Stück Land of No Return wurde in drei Sprachen übersetzt und vom Residenztheater München in Auftrag gegeben, das die Rechte an der ersten Inszenierung hält.
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