Le Concert des Nations

Orchester

© Teresa Llordes

Diskantgambe Jordi Savall
Diskantgambe/Bassgambe Philippe Pierlot Konzertmeister Manfredo Kraemer
Violine I Guadalupe del Moral, Elisabet Bataller
Violine II David Plantier, Mauro Lopes, Maria Roca
Viola David Glidden, Nina Sunyer
Violoncello Balázs Máté, Dénes Karasszon
Kontrabass Xavier Puertas
Theorbe Josep Maria Martí
Orgel Luca Guglielmi
 

Le Concert des Nations genießt den Ruf, eine der besten Formationen für die Interpretation auf historischen Instrumenten zu sein. Die besondere Wirkung des Orchesters zeigt sich bei seinen weltweiten Auftritten in renommierten Konzertsälen und bei bedeutenden Festivals ebenso wie auf seinen zahlreichen Platteneinspielungen.

Le Concert des Nations wurde 1989 von Jordi Savall und Montserrat Figueras während der Vorbereitung zu Marc-Antoine Charpentiers Canticum ad Beatam Virginem Mariam gegründet, als sie ein Ensemble suchten, das auf historischen Instrumenten ein Repertoire vom Barock bis zur Romantik interpretieren kann. Der Name geht auf François Couperins Werk Les Nations sowie auf dessen Idee einer Vereinigung der Musikstile und einer eigenen Prägung der europäischen Kunst zurück.

Die von Jordi Savall geleitete Formation ist das erste Orchester, dessen Mitglieder mehrheitlich aus romanischen (Spanien, Frankreich, Italien, Portugal) oder lateinamerikanischen Ländern stammen. Alle sind Spezialist·innen in der historisch fundierten Aufführungspraxis Alter Musik auf Originalinstrumenten. Von Anfang an stellte Le Concert des Nations seine Absicht unter Beweis, historisches Repertoire auf hohem Niveau neu zu beleben und gleichzeitig den ursprünglichen Geist der Werke zu respektieren. Beispielhaft stehen dafür die Einspielungen der Werke von Charpentier, Bach, Haydn, Mozart, Händel, Marais, Arriaga, Beethoven, Purcell, Dumanoir, Lully, Biber, Boccherini, Rameau und Vivaldi.

1992 debütierte Le Concert des Nations im Operngenre mit Vicente Martín y Solers Una cosa rara am Théâtre des Champs-Élysées, am Gran Teatre del Liceu in Barcelona und am Auditorio Nacional in Madrid. Fortgesetzt wurde die Arbeit mit Monteverdis L’Orfeo, Solers Il burbero di buon cuore, Hidalgos Celos aun del aire matan sowie Vivaldis Farnace und Il Teuzzone.

Zuletzt widmete sich das Orchester wieder vermehrt chorsymphonischen Werken wie Haydns Schöpfung, Bachs Weihnachtsoratorium und Händels Messiah. Anlässlich des 250. Geburtstags von Beethoven spielte es 2020/21 mit Jordi Savall unter dem Titel Beethoven Révolution dessen gesamten Symphonien-Zyklus auf zwei Alben ein.

Die umfangreiche Diskografie des Ensembles wurde vielfach ausgezeichnet. Besonders zu erwähnen sind der Midem Classical Award und der Preis der deutschen Schallplattenkritik.

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Stand: Juli 2026