Biografie

John Eliot Gardiner

Stand: Juli 2022

John Eliot Gardiner wird als einer der innovativsten und dynamischsten Musiker der Welt verehrt und zählt zu den führenden Persönlichkeiten der musikalischen Gegenwart. Seine Arbeit als Gründer und Künstlerischer Leiter des Monteverdi Choir, der English Baroque Soloists und des Orchestre Révolutionnaire et Romantique machte ihn sowohl für die Wiederbelebung der Alten Musik als auch für die historisch informierte Aufführungspraxis zur Schlüsselfigur.

John Eliot Gardiner tritt regelmäßig mit weltweit renommierten Orchestern auf, darunter das London Symphony Orchestra, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Concertgebouworkest und das Gewandhausorchester Leipzig. Außerdem dirigierte er am Royal Opera House, Covent Garden, an der Wiener Staatsoper und an der Mailänder Scala. Von 1983 bis 1988 war er Künstlerischer Leiter der Opéra de Lyon, wo er deren neues Orchester gründete.

Ein umfangreicher Kanon preisgekrönter Aufnahmen mit den Monteverdi-Ensembles und anderen führenden Orchestern bei großen Labels wie auch seinem eigenen Label Soli Deo Gloria repräsentiert die Vielfalt seines breit gefächerten Repertoires, das vom 16. bis zum 20. Jahrhundert reicht. Er ist Gewinner von zwei Grammy Awards und hat mehr Gramophone Classical Music Awards erhalten als jeder andere lebende Künstler.

Zu den jüngsten Projekten mit den Monteverdi-Ensembles zählen das mit dem Royal Philharmonic Society Award ausgezeichnete Tour-Projekt Monteverdi 450, eine Wiederaufnahme der legendären Bach Cantata Pilgrimage, die ihn in einige der berühmtesten Konzertsäle und Kirchen Europas führte, eine fünfjährige Erkundung der Hauptwerke von Hector Berlioz anlässlich dessen 150. Todestages sowie eine bahnbrechende Aufführung des Verdi-Requiems in der Westminster Cathedral zugunsten von Cancer Research UK. Im Jahr 2019 leitete John Eliot Gardiner Neuproduktionen von Händels Semele und Berlioz’ Benvenuto Cellini und gab seine Debüts in Kolumbien, Russland, Brasilien, Uruguay, Argentinien und Chile.

Zu Beginn des Jahres 2020 dirigierte John Eliot Gardiner drei Beethoven-Symphoniezyklen mit dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique im Rahmen der Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag Beethovens und gab Konzerte im Palau de la Música Catalana in Barcelona, in der Carnegie Hall und im Harris Theatre in Chicago.

2021 dirigierte Gardiner den Monteverdi Choir und die EBS in einer via Live-Stream übertragenen Aufführung von Bachs Johannes-Passion im Sheldonian Theatre in Oxford. Außerdem war er bei einigen der renommiertesten europäischen Festivals zu Gast und feierte seinen 60. Auftritt bei den BBC Proms. Ende des Jahres dirigierte er den Monteverdi Choir und das ORR in Aufführungen von Berlioz’ Oratorium L’Enfance du Christ, von denen eine auch in der neuen Londoner Heimstatt der Monteverdi Ensembles, St. Martin-in-the-Fields, stattfand.

Als bedeutsam für das Verständnis der Musik Johann Sebastian Bachs gilt John Eliot Gardiners Monografie Music in the Castle of Heaven: A Portrait of Johann Sebastian Bach (Bach. Musik für die Himmelsburg), die 2013 veröffentlicht und mit dem Prix des Muses (Singer-Polignac) gekürt wurde. Neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen wurden John Eliot Gardiner mehrere Ehrendoktorwürden verliehen. Für seine Verdienste um die Musik wurde er 1998 im Rahmen der Queen’s Birthday Honours List zum Ritter geschlagen.

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