Johannes Silberschneider studierte am Max Reinhardt Seminar in Wien, woraufhin ihn Engagements u. a. nach Zürich, Hamburg, München, Berlin und Graz führten. Er arbeitete mit Regisseur·innen wie Peter Zadek, August Everding, Brian Michaels, Ruth Drexel, Hans Hollmann, Dieter Giesing, Arie Zinger und Peter Palitzsch zusammen. 2013 war er als Ein armer Nachbar sowie 2017 und 2018 als Glaube im Jedermann bei den Salzburger Festspielen zu erleben.
In der Saison 2018/19 feierte er Erfolge als Josef in Peter Turrinis Josef und Maria und als Jacobowsky in Franz Werfels Jacobowsky und der Oberst im Theater in der Josefstadt in Wien. Von 2022 bis 2024 verkörperte er an der Wiener Staatsoper die Rolle des Frosch (Die Fledermaus).
1981 begann mit Axel Cortis Fernsehfilm-Trilogie Wohin und zurück seine internationale Film- und Fernsehkarriere. Es folgten Anne Frank: The Whole Story (2001) an der Seite von Ben Kingsley, Luisa Sanfelice (2004) neben Laetitia Casta, La niña de tus ojos neben Penelope Cruz und François Ozons Frantz (2016).
Darüber hinaus war er in Harald Sicheritz’ Serie 11er Haus (2005), in Niki Steins Rommel (2012), in Wolfgang Murnbergers Alles Schwindel (2013) und Das ewige Leben (2014), in Manfred Corrines Dokumentation Liebe, Geld und Macht — Maximilian I (2017), in Marc-Andreas Bocherts Küss die Hand, Krüger (2018), in zwei Folgen von Blind ermittelt sowie in Gabriela Zerhaus Ein Dorf wehrt sich (2019) zu sehen. In der österreichischen Krimi-Reihe Trautmann verkörperte er den „Sandler“ Rudi. 2025 war er als Friedrich „Fritz“ Breitmoser in Tatort: Der Elektriker zu sehen.
Wichtige Rollen in Kinofilmen umfassen die Hauptrolle in Michael Kreihsls Charms Zwischenfälle (1996), den Lehrer in Michael Hanekes Kafka-Verfilmung Das Schloß (1997) und Hans Moser in Oskar Roehlers Jud Süß — Film ohne Gewissen (2010). Von 2012 bis 2015 stand er für die Fantasy-Trilogie Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün vor der Kamera. Im November 2026 folgt der Kinofilm Kochschule Schwarz in der Regie von Dani Levy.
Johannes Silberschneider wurde mehrfach für den österreichischen Theaterpreis Nestroy nominiert. 2012 wurde er mit dem Großen Diagonale-Schauspielpreis für Verdienste um die österreichische Filmkultur und 2014 mit dem Großen Josef-Krainer-Preis ausgezeichnet.
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