Emilio Pomàrico

Dirigent

© Valentina Agostini

Der in Buenos Aires geborene italienische Dirigent und Komponist Emilio Pomàrico gilt weithin als einer der führenden Interpreten zeitgenössischer Musik. Als unermüdlicher Förderer hat er seine Karriere der Unterstützung neuer musikalischer Stimmen gewidmet und gleichzeitig dauerhafte Kooperationen mit einigen der einflussreichsten Komponist·innen unserer Zeit aufgebaut, darunter Carola Bauckholt, Luciano Berio, Pierluigi Billone, Unsuk Chin, Brian Ferneyhough, Georg Friedrich Haas, Helmut Lachenmann, Luigi Nono, Younghi Pagh-Paan, Wolfgang Rihm, Kaija Saariaho, Rebecca Saunders, Salvatore Sciarrino und Agata Zubel. Er hat zahlreiche wegweisende Uraufführungen dirigiert, darunter Emmanuel Nunes’ Quodlibet, Rihms Séraphin-Symphonie, Haas’ Oper Melancholia, Ferneyhoughs gesamten Zyklus Carceri d’Invenzione und Finis Terrae sowie Hans Zenders Logos-Fragmente. Seine langjährige Zusammenarbeit mit Georges Aperghis führte zu Werken wie Situations, Études pour orchestre, Concerto pour accordéon und Migrants.

Er arbeitet regelmäßig mit europäischen Rundfunkorchestern und führenden Ensembles für zeitgenössische Musik und war Conductor in Residence beim Ensemble Resonanz, mit dem er 2017 den Kleinen Saal der Elbphilharmonie in Hamburg einweihte.

Zu Höhepunkten der Saison 2025/26 zählten Auftritte mit dem Tokyo Symphony Orchestra in der Suntory Hall, die Aufführung von Helmut Lachenmanns Stimme mit dem Klangforum Wien im Wiener Musikverein, von Werken von Brice Pauset, Vito Žuraj und Niccolò Castiglioni mit dem Slowenischen Symphonieorchester, von Berios Coro mit Contrechamps und die Uraufführung von Myrto Nizamis The Blue Window mit dem Ensemble Musikfabrik beim Festival Présences.

Ebenso aktiv in der Opernwelt, hat er viel beachtete Produktionen wie Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern (Ruhrtriennale), Feldmans Neither, Sciarrinos Luci mie traditrici (Wiener Festwochen), Boesmans’ Pinocchio (Festival d’Aix-en-Provence), Filideis L’Inondation (Opéra Comique), Langs Playing Trump (Hamburgische Staatsoper) und Boesmans’ Julie (Opéra de Dijon) geleitet und mit Regisseur·innen wie dem kürzlich verstorbenen Robert Wilson sowie Romeo Castellucci, Silvia Costa, Joël Pommerat, Sandrine Anglade, Achim Freyer und Philippe Quesne zusammengearbeitet.

Emilio Pomàricos Aufnahmen sind bei Kairos, Neos, Wergo, ECM, Aeom und col legno erschienen; eine CD mit seinen eigenen Kompositionen wurde bei Zeitklang veröffentlicht.

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Stand: August 2026

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