Emilio Pomàrico
Dirigent
Quelle: emiliopomarico.com
Der in Buenos Aires geborene italienische Dirigent und Komponist Emilio Pomarico gilt weithin als einer der führenden Interpreten zeitgenössischer Musik. Als unermüdlicher Förderer aufstrebender Komponisten hat er seine Karriere der Unterstützung neuer musikalischer Stimmen durch Uraufführungen und Mentoring gewidmet und gleichzeitig dauerhafte Kooperationen mit einigen der einflussreichsten Komponisten unserer Zeit aufgebaut, darunter Georges Aperghis, Karola Bauckholt, Luciano Berio, Pierluigi Billone, Unsuk Chin, Brian Ferneyhough, Georg Friedrich Haas, Helmut Lahenmann, Luigi Nono, Emmanuel Nunes, Younghi Pagh-Paan, Wolfgang Rihm, Kaija Saariaho, Rebecca Saunders, Salvatore Sciarrino, Hans Zender, Agata Zubel und andere.
Pomarico hat zahlreiche wegweisende Uraufführungen dirigiert, darunter Emmanuel Nunes‘ Quodlibet, Rihms Seraphin-Symphonie, Haas‘ Melancholia an der Opéra Garnier, Ferneyhoughs gesamten Zyklus Carceri d’Invenzione und Finis Terrae an der Opéra Bastille sowie Hans Zenders Logos Fragmente in der Berliner Philharmonie. Seine langjährige Zusammenarbeit mit Georges Aperghis führte zu bedeutenden Werken wie Situations, Études pour Orchestre, Accordion Concerto und Migrants, die zwischen 2013 und 2025 in ganz Europa aufgeführt wurden.
Pomarico ist ebenso aktiv in der Opernwelt und hat vielbeachtete Produktionen geleitet, darunter Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern (Ruhrtriennale), Feldmans Neither, Sciarrinos Luci mie traditrici (Wiener Festwochen), Boesmans‘ Pinocchio (Festival d’Aix-en-Provence), Filideis L’Inondation (Opéra Comique), Langs Playing Trump (Hamburgische Staatsoper) und Boesmans‘ Julie (Opéra de Dijon).
Er hat mit renommierten Regisseur·innen wie Robert Wilson, Romeo Castellucci, Silvia Costa, Joël Pommerat, Sandrine Anglade, Achim Freyer und Philippe Quesne zusammengearbeitet. Von 2017 bis 2018 war er Dirigent in Residence beim Ensemble Resonanz in Hamburg und weihte im Januar 2017 den Kleinen Saal der Elbphilharmonie mit Haas‘ ein. Er tritt regelmäßig mit großen europäischen Rundfunkorchestern und führenden Ensembles für zeitgenössische Musik wie dem Klangforum Wien, dem Ensemble Musikfabrik, dem Collegium Novum Zürich und Contrechamps auf.
Zu den jüngsten Höhepunkten zählen Auftritte mit dem Tokyo Symphony Orchestra in der Suntory Hall, wo er bereits für 2027 wieder eingeladen ist, sowie bevorstehende Engagements mit dem Slowenischen Symphonieorchester in Ljubljana, dem Ensemble Contrechamps in Genf, dem Klangforum Wien in Wien und der Musikfabrik in Paris.
Seine Aufnahmen sind bei Kairos, Neos, Wergo, ECM, AEOM und Col Legno erhältlich, eine CD mit eigenen Kompositionen ist bei Zeitklang erschienen.
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