Biografie

Camerata Salzburg

Stand: Oktober 2018

„… das schöpferische und für die Allgemeinheit bedeutsame Erarbeiten kultureller Werte“, so definierte der Komponist und Dirigent Bernhard Paumgartner, Mitbegründer des Ensembles und späterer Präsident der Salzburger Festspiele, 1952 die „Mission“ der Camerata. Schon die Namensgebung „Camerata“, als weltweit erstes Kammerorchester dieses Namens, in Erinnerung an die Camerata Fiorentina – einer Vereinigung aus Musikern, Poeten und Philosophen der Renaissance, die sich dem Ideal der Musik am antiken Vorbild verschrieben hatte –, legte den Grundstein für die zutiefst humanistische Ausrichtung des Schaffens der Camerata. Seit ihrer Gründung zählt sie in ihrer Heimatstadt Salzburg zu den Stammensembles der Salzburger Festspiele, der Mozartwoche und hat einen eigenen Abonnementzyklus im Großen Saal der Stiftung Mozarteum. Die Camerata konzertiert regelmäßig in Europas Musikzentren und ist jedes Jahr bei diversen internationalen Festivals als Vertreterin des Salzburger Mozartstils zu Gast.

Mehr als 60 Platten- und CD-Aufnahmen, von denen viele mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet wurden, dokumentieren die Musizierkultur der Camerata Salzburg aus sechs Jahrzehnten.

Musikerpersönlichkeiten wie Géza Anda, Sándor Végh, Roger Norrington und András Schiff haben die Camerata geprägt. Bedeutende Musikerinnen und Musiker wie Clara Haskil, Dietrich Fischer-Dieskau, Heinz Holliger, Alfred Brendel, Philippe Herreweghe, Franz Welser-Möst, Pinchas Zukerman, Anne-Sophie Mutter, Teodor Currentzis, Matthias Goerne, Hilary Hahn, Ádám Fischer, Faz?l Say und Isabelle Faust konzertierten im Laufe der Jahrzehnte mit der Camerata, deren klassisches Kernrepertoire mit dem Salzburger Genius loci Mozart und der Wiener Klassik im Mittelpunkt sich bis in die Romantik und Moderne erstreckt.

Als ihr größter Inspirator und langjähriger Leiter legte Sándor Végh den Grundstein für den Weltruhm des Camerata-Klanges. Sándor Véghs Aufforderung: „Suche in deinem Inneren, dann hast du etwas zu sagen!“ klingt bis heute nach und fordert die Camerata immer wieder heraus, die „Seele der Kammermusik“ freizulegen und zum Leben zu erwecken.

Nach Véghs Tod prägte der jetzige Ehrendirigent Roger Norrington als Chefdirigent das Orchester nachhaltig. Seine Nachfolger als Leiter des Orchesters waren der griechische Geiger Leonidas Kavakos und der französische Dirigent Louis Langrée.

Seit 2016 haben die Musiker der Camerata die künstlerische Leitung in die eigenen Hände genommen. Jeder Musiker für sich unterstellt sich dem höheren Ziel und bleibt sich als Individuum trotzdem treu. Geleitet von ihrem Konzertmeister Gregory Ahss als Primus inter Pares reüssiert die Camerata in musikalischer Freiheit und Selbstbestimmung national und international.

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Kammerorchester Camerata Salzburg Orchester
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