Biografie

Valery Tscheplanowa

Stand: Mai 2019

Valery Tscheplanowa wurde 1980 in Russland geboren und besuchte von 1997 bis 1999 die Palucca Hochschule für Tanz in Dresden. Von 1999 bis 2005 studierte sie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin und war danach bis 2009 festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. Hier arbeitete sie u. a. mit Dimiter Gotscheff in Ben Jonsons Volpone (2006), Heiner Müllers Hamletmaschine (2007) sowie Dejan Dukowskis Das Pulverfass (2008). 2007 spielte sie die Marlene in Fassbinders Die bitteren Tränen der Petra von Kant (Regie: Philipp Preuss). In Michael Thalheimers Regie entstand im selben Jahr Die Fledermaus. 2009 erarbeitete sie mit Jürgen Gosch Idomeneus von Roland Schimmelpfennig.

Von 2009 bis 2013 war Valery Tscheplanowa am Schauspiel Frankfurt engagiert, wo sie 2011 die Titelrolle in Andreas Kriegenburgs Inszenierung von Goethes Stella kreierte. Ihre Zusammenarbeit mit Philipp Preuss setzte sie 2010 in Alice im Wunderland sowie 2013 als Käthchen in Kleists Das Käthchen von Heilbronn fort. Bei Günter Krämer spielte sie 2012 in Faust II und Oscar Wildes Salomé.

2013 gab Valery Tscheplanowa ihr Debüt am Residenztheater München in Dimiter Gotscheffs Zement-Inszenierung von Heiner Müller und war hier bis 2016 u. a. in der Titelrolle von Goethes Torquato Tasso (Regie: Philipp Preuss), als Franz Moor in Schillers Die Räuber (Regie: Ulrich Rasche) und in der Titelrolle von Sophokles’ Antigone (Regie: Hans Neuenfels) zu sehen. 2017 spielte sie an der Berliner Volksbühne Gretchen und Helena in Frank Castorfs Faust-Inszenierung, im selben Jahr arbeitete sie am Berliner Ensemble in Les Misérables erneut mit Frank Castorf zusammen.

Parallel zu ihrer Theaterarbeit dreht Valery Tscheplanowa immer wieder mit namhaften Filmregisseuren. Im Kino wirkte sie u. a. in Andreas Dresens Whisky mit Wodka (2009) mit. Mit Dominik Graf entstand Im Angesicht des Verbrechens (2010), mit Jan Schomburg Über uns das All, der bei den 61. Internationalen Filmfestspielen Berlin 2011 uraufgeführt wurde, und mit Christian Schwochow der TV-Zweiteiler Der Turm (2012). 2017 wirkte sie in Elina Psykous Son of Sofia mit; 2018 spielte sie im Berliner Tatort (Regie: Roland Suso Richter), 2019 in Der Zürich-Krimi.

Für die Titelrolle in Schillers Maria Stuart (Regie: Michael Thalheimer) wurde Valery Tscheplanowa 2011 für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert; 2014 wurde sie für ihre Rolle in Zement mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis ausgezeichnet; für ihre Darstellung in Castorfs Faust-Inszenierung wurde sie 2017 von Theater heute zur „Schauspielerin des Jahres“ gewählt. 2018 erhielt sie den Ulrich-Wildgruber-Preis und den Deutschen Hörbuchpreis als „Beste Interpretin“ für Paulus Hochgatterers Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war.

Bei den Salzburger Festspielen war Valery Tscheplanowa 2018 zum ersten Mal in Ulrich Rasches Inszenierung von Aischylos’ Die Perser zu sehen, die seit Herbst vergangenen Jahres im Repertoire des Schauspiel Frankfurt zu sehen ist und mit dem Nestroy-Preis 2018 als „Beste Aufführung im deutschsprachigen Raum“ ausgezeichnet wurde.

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Valery Tscheplanowa Schauspielerin
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