Biografie

Teodor Currentzis

Stand: August 2018

Teodor Currentzis wurde in Athen geboren, wo er am Nationalen Konservatorium studierte. 1994 übersiedelte er nach Russland und setzte seine Ausbildung bei Ilya Musin am Sankt Petersburger Konservatorium fort. Von 2004 bis 2010 war er Chefdirigent des Opern- und Balletttheaters Nowosibirsk. Seit 2011 ist er Künstlerischer Leiter des Tschaikowski-Opern- und Balletttheaters Perm. Ab der Saison 2018/19 übernimmt er die Position des Chefdirigenten des SWR Symphonieorchesters in Stuttgart.

Zu den Höhepunkten seiner Karriere zählen Don Carlo an der Pariser Opéra, Weinbergs Die Passagierin mit den Wiener Symphonikern bei den Bregenzer Festspielen, Così fan tutte mit dem Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble in Baden-Baden, Wozzeck und Don Giovanni am Bolschoi-Theater in Moskau, Lady Macbeth von Mzensk am Opernhaus Zürich, Tschaikowskis Iolanta in Kombination mit Strawinskys Persephone am Teatro Real in Madrid, Purcells The Indian Queen als Koproduktion des Operntheaters Perm, des Teatro Real und der English National Opera, Dmitri Kourliandskis Nosferatu und Alexey Syumaks Cantos am Operntheater Perm, Das Rheingold mit musicAeterna bei der Ruhrtriennale 2015 in Bochum sowie La clemenza di Tito bei den Salzburger Festspielen 2017.

Die von Teodor Currentzis dirigierte La traviata in der Regie von Robert Wilson, die als Koproduktion des Operntheaters Perm, von Unlimited Performing Arts in Kopenhagen, des Landestheaters Linz und den Théâtres de la Ville de Luxembourg entstand, war ein Meilenstein in der Interpretationsgeschichte von Verdis Oper und brachte Currentzis zum siebenten Mal den Russischen Nationalen Theaterpreis Goldene Maske ein.

Im Rahmen ihres Vertrags mit Sony Classical haben Teodor Currentzis und musicAeterna mehrere Aufnahmen vorgelegt, darunter Le nozze di Figaro (2014, ausgezeichnet mit dem ECHO Klassik in der Kategorie Operneinspielung des Jahres – Oper bis inkl. 17./18. Jahrhundert), Così fan tutte (2014, bei der Opernwelt-Kritikerumfrage 2015 zur CD des Jahres gewählt) und Don Giovanni (2016), außerdem Rameau – The Sound of Light (2014), Strawinskys Le Sacre du printemps (2015, ausgezeichnet mit dem ECHO Klassik in der Kategorie Sinfonische Einspielung – Musik 20./21. Jahrhundert) sowie ein Album mit Strawinskys Les Noces und Tschaikowskis Violinkonzert mit Patricia Kopatchinskaja (2016). Weltweite Beachtung fand bereits eine Aufnahme von Purcells Dido and Aeneas (2008) mit dem musicAeterna Orchester und Chor sowie Simone Kermes als Dido.

Teodor Currentzis ist Künstlerischer Leiter des Internationalen Diaghilev-Festivals in Perm und Gründer und Künstlerischer Leiter des musicAeterna Orchesters und Chors. Er ist Mitbegründer des Festivals Territoria in Moskau sowie Träger des Ordens der Freundschaft und des Kairos-Kulturpreises der Alfred Toepfer Stiftung.

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