Sebastian Myrus
Bass
Der Münchner Bass Sebastian Myrus gehört zu den gefragtesten Bach-Interpreten seiner Generation und arbeitet mit renommierten Ensembles im Bereich der Alten Musik zusammen. Eine enge Verbindung pflegt er zum Vokalensemble Vox Luminis, mit dem er regelmäßig bei internationalen Festivals zu Gast ist. Sein Repertoire erstreckt sich von der Vokalpolyphonie über klassische und romantische Oratorien bis hin zu zeitgenössischer Musik, dabei bleibt die Barockmusik aber immer im Zentrum seines Interesses.
In der Saison 2025/26 konzertierte er u. a. mit dem B’Rock Orchestra, der Camerata Salzburg, der capella sollertia und dem Freiburger Barockorchester. Auftritte führten ihn in die Pariser und Kölner Philharmonie, das Bozar in Brüssel, das Concertgebouw Brugge und zu den Magdeburger Telemann-Festtagen, dem Festival Actus Humanus sowie mit Vox Luminis zum Bachfest Leipzig und zu den Salzburger Festspielen.
Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Freiburger Barockorchester, der Nederlandse Bachvereniging, dem Collegium Vocale Gent, Continuum, dem Ensemble Correspondances und der Weser-Renaissance Bremen. Zudem trat er mit der Akademie für Alte Musik Berlin, den Barocksolisten München, dem Zürcher Barockorchester, Il Gardellino, Les Muffatti, dem Orchestre des Champs-Élysées, dem Orquesta Barroca de Sevilla, La Petite Bande und dem Doha Baroque Ensemble auf. Er arbeitete mit Dirigenten wie Marcus Creed, Philippe Herreweghe, Manfred Honeck, Kay Johannsen, Sigiswald Kuijken, Johannes Leertouwer, Reinbert de Leeuw, Enrico Onofri, Philippe Pierlot, Helmuth Rilling, Skip Sempé, Peter Van Heyghen und Jos van Veldhoven.
Seine Diskografie beinhaltet u. a. ein Album mit frühen Bach-Kantaten mit dem Ensemble Correspondances unter Sébastian Daucé (harmonia mundi) und eine Aufnahme von Schütz’ Weihnachtshistorie mit Vox Luminis (Ricercar). Im Januar 2026 erschien die mit einem Choc de Classica ausgezeichnete Ersteinspielung aller Leipziger Kantaten von Johann Ludwig Bach mit der capella sollertia und Johanna Soller, für die er gemeinsam mit der Dirigentin auch eine neue Notenausgabe erstellte.
Sebastian Myrus erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Windsbacher Knabenchor, bevor er Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München studierte.