Sarah Aristidou
Sopran
Die französische Sopranistin Sarah Aristidou zählt zu den innovativsten Künstlerinnen ihrer Generation. Sie machte sich sowohl auf der Opernbühne als auch im Konzertsaal schnell einen Namen und arbeitete mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Pablo Heras-Casado, Klaus Mäkelä, Marc Minkowski, Kent Nagano, Trevor Pinnock, Simon Rattle, François-Xavier Roth und Franz Welser-Möst.
Höhepunkte der Saison 2025/26 beinhalteten die Wiederaufnahme von Ligetis Le Grand Macabre an der Wiener Staatsoper, Auftritte beim George Enescu Festival in Bukarest, beim London Festival of Chamber Music und mit Les Siècles unter Franck Ollu beim Musikfest Berlin. Sie sang Berios Folksongs mit dem Ensemble intercontemporain in Paris, Max Richters Voices mit dem Philharmonia Orchestra und Unsuk Chins Akrostichon-Wortspiel mit dem Ensemble Modern beim Prager Frühling. In der Saison 2024/25 debütierte sie in der Uraufführung von Beat Furrers Das grosse Feuer am Opernhaus Zürich.
Zu früheren Highlights zählten Zerbinetta (Ariadne auf Naxos) in Wien, Berlin und Frankfurt, Ismene (Mitridate, re di Ponto) in Kopenhagen und Malmö, Le Grand Macabre und Hosokawas Hanjo an der Bayerischen Staatsoper, Thomas Larchers Das Jagdgewehr bei den Bregenzer Festspielen und dem Aldeburgh Festival, Hans Abrahamsens let me tell you mit der Philharmonie Zuidnederland, Matthias Pintschers with lilies white mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie die Uraufführung von Brett Deans Ich lausche und ich höre mit dem Scharoun Ensemble.
2021 gab sie in Morton Feldmans Neither ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen und kehrte 2024 in Furrers Begehren sowie 2025 in der Boulez-Hommage À Pierre hierher zurück.
Für die Spezialistin zeitgenössischer Musik wurden zahlreiche Werke komponiert, darunter Aribert Reimanns Cinq Fragments français und Jörg Widmanns Labyrinth IV.
2021 veröffentlichte sie ihr Debüt-Album ÆTHER, gefolgt von Enigma, das 2024 mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschienen Larchers The Living Mountain (ECM) und Max Coopers EP Seme.
Sarah Aristidou studierte in Berlin und München und war von 2017 bis 2019 Mitglied im Opernstudio der Berliner Staatsoper.
Die Zeitschrift Opernwelt nominierte sie zweimal als „Beste Newcomerin“. 2022 wurde sie als erste Sängerin mit dem Belmont-Preis für zeitgenössische Musik ausgezeichnet.