Biografie

Rolando Villazón

Stand: Mai 2022

Dank seiner fesselnden Auftritte auf den renommiertesten Opern- und Konzertbühnen der Welt hat sich Rolando Villazón als einer der führenden Tenöre der Gegenwart etabliert und gilt heute als einer der vielseitigsten Künstler überhaupt: So ist er auch als Regisseur, Schriftsteller und TV-Persönlichkeit bekannt. Seit 2021 ist er Künstlerischer Leiter der Stiftung Mozarteum Salzburg, deren Mozartwoche er bereits seit 2019 als Intendant verantwortet.

Rolando Villazón, in Mexiko-Stadt geboren, begann seine musikalischen Studien am Nationalen Konservatorium seines Heimatlandes, bevor er die Ausbildungsprogramme an den Opernhäusern in Pittsburgh und San Francisco absolvierte. Er machte sich in der internationalen Musikszene rasch einen Namen, nachdem er 1999 bei Plácido Domingos Operalia-Wettbewerb u.a. den Zarzuela- und den Publikumspreis gewonnen hatte. Noch im selben Jahr folgten sein Europa- Debüt als Des Grieux (Manon) in Genua sowie Hausdebüts an der Pariser Opéra als Alfredo (La traviata) und an der Berliner Staatsoper als Macduff (Macbeth). Seitdem gastiert Rolando Villazón regelmäßig an den Staatsopern in Berlin, München und Wien, der Mailänder Scala, dem Royal Opera House, Covent Garden, der Metropolitan Opera in New York sowie bei den Salzburger Festspielen, wo er 2005 als Alfredo debütierte. Er arbeitet mit den führenden Orchestern und Dirigenten zusammen und war als Konzertsänger u.a. im Londoner Barbican Centre, den Philharmonien in Berlin und Köln, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Gewandhaus in Leipzig, der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom und der New Yorker Carnegie Hall zu hören.

2011 debütierte Rolando Villazón als Regisseur mit Werther an der Opéra de Lyon. Seither inszenierte er L’elisir d’amore – mit ihm selbst als Nemorino – und La traviata im Festspielhaus Baden-Baden, Viva la mamma an der Wiener Volksoper, La rondine und Die Fledermaus an der Deutschen Oper Berlin, Don Pasquale an der Deutschen Oper am Rhein, Platée an der Semperoper Dresden und La sonnambula am Théâtre des Champs-Élysées in Paris.

In der Saison 2021/22 kehrte er als Papageno (Die Zauberflöte) an die Met zurück, präsentierte das Programm Serenata Latina mit dem Harfenisten Xavier de Maistre in Hamburg, Graz, Freiburg und Stuttgart und setzte an der Seite des Orchestre Philharmonique du Luxembourg seine Konzertreihe Rolando Raconte fort. Gemeinsam mit Christina Pluhar und L’Arpeggiata war er in Monteverdis L’Orfeo in Graz sowie in zwei Frühbarock-Programmen zu erleben: Orfeo son io, u.a. in Paris und beim Musikfest Bremen, und Combattimento in Budapest. Neben weiteren Konzerten feierte er am 21. Februar 2022 seinen 50. Geburtstag mit einer Benefiz-Gala im Haus für Mozart in Salzburg. Nach seinem Salzburger Regiedebüt mit Il barbiere di Siviglia beginnt er im Juni in Hamburg und Frankfurt eine Konzerttournee mit seinem neuesten, von Holger Wemhoff moderierten Programm, Eine musikalische Weltreise durch die Zeit.

Rolando Villazón, seit 2007 Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon, verkaufte bislang über zwei Millionen Alben und veröffentlichte über 20 CDs und DVDs, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. In Frankreich wurde ihm der Titel eines Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres verliehen. Er ist Botschafter der RED NOSES Clowndoctors International und Mitglied des Collège de ’Pataphysique in Paris. Nach Malabares (2013) und Lebenskünstler (2017) erschien 2020 sein dritter Roman, Amadeus auf dem Fahrrad, der mehrere Wochen auf der Bestsellerliste des Magazins Der Spiegel verbrachte. Als Moderator gestaltet Rolando Villazón Programmreihen für Arte TV, Radio Classique in Frankreich und Klassik Radio in Deutschland. 2017 wurde er zum Mozart-Botschafter der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg ernannt.

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Fotos und Videos

Opernsänger Tenor Rolando Villazón
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Opernsänger Tenor Rolando Villazón
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Opera singer Tenor Rolando Villazón
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Opernsänger Rolando Villazón, Tenor
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Opernsänger Rolando Villazón, Tenor, und Carrie-Ann Matheson am Piano
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