Biografie

Renaud Capuçon

Stand: Juni 2018

Renaud Capuçon, 1976 geboren, begann seine musikalische Ausbildung mit 14 Jahren am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris und gewann noch während seines fünfjährigen Studiums zahlreiche Preise. Danach studierte der Violinist in Berlin bei Thomas Brandis und Isaac Stern. 1997 ernannte ihn Claudio Abbado zum Konzertmeister des Gustav Mahler Jugendorchesters, in dem er drei Jahre lang mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Seiji Ozawa, Daniel Barenboim, Franz Welser-Möst und Abbado zusammenarbeitete.

Seitdem hat sich Renaud Capuçon als einer der bedeutendsten Violin-Solisten etabliert. Er konzertierte mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestra della Scala, dem Orchestre National de France und dem Orquesta Sinfónica Simón Bolívar de Venezuela unter der Leitung von namhaften Dirigenten wie Bernard Haitink, Christoph von Dohnányi, Christoph Eschenbach, Paavo Järvi, Valery Gergiev, Gustavo Dudamel und Daniel Barenboim.

Zu den Höhepunkten der Saison 2018/19 zählten u. a. Konzerte mit den Wiener Symphonikern, dem Orchestre de Paris, dem Rotterdam Philharmonic, der Camerata Salzburg, dem Konzerthausorchester Berlin, dem New York Philharmonic und dem National Symphony Orchestera sowie eine Europa-Tournee mit dem Sydney Symphony Orchestra.

Renaud Capuçon hat eine große Affinität zur Kammermusik: Mit Nicholas Angelich, Martha Argerich, Yuri Bashmet, Yefim Bronfman, Khatia Buniatishvili, Hélène Grimaud, Truls Mørk, Maria João Pires, Mikhail Pletnev, Vadim Repin und Yuja Wang sowie mit seinem Bruder, dem Cellisten Gautier Capuçon, trat er u. a. bei den Festivals in Edinburgh, Berlin, Luzern, Verbier, Aix-en-Provence, Roque d’Anthéron, San Sebastian, Stresa, Tanglewood und Salzburg auf.
Er ist Künstlerischer Leiter des 2013 von ihm gegründeten Festival de Pâques in Aix-en-Provence und wurde 2016 zum Künstlerischen Leiter der Sommets Musicaux de Gstaad ernannt. 2017 gründete er das Ensemble Lausanne Soloists, bestehend aus derzeitigen und ehemaligen Studierenden der Hochschule für Musik in Lausanne, wo er seit 2014 unterrichtet.

Renaud Capuçon ist Exklusivkünstler des Labels Erato/Warner Classics und hat bereits eine umfangreiche Diskografie vorgelegt. Zuletzt veröffentlichte er im Oktober 2018 seine Aufnahme Cinema mit Einspielungen von Filmmusik. Die Gesamtaufnahme von Faurés Kammermusik für Streicher, die er mit Nicholas Angelich, Gautier Capuçon, Gérard Caussé, Michel Dalberto und dem Quatuor Ébène einspielte, wurde 2012 mit dem ECHO Klassik für Kammermusik ausgezeichnet. Sein Album Le Violon Roi erhielt die Disque d’Or; die neueste Aufnahme zeitgenössischer Konzerte von Rihm, Dusapin und Mantovani wurde für die französischen Victoires de la Musique 2017 nominiert und mit einem ECHO Klassik gewürdigt. 2011 wurde er zum Chevalier de l’ordre national du Mérite und 2016 zum Chevalier de la Légion d’honneur ernannt.

Renaud Capuçon spielt die Guarneri del Gesù „Panette“ von 1737, die Isaac Stern gehörte.

 

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Renaud Capuçon Violinist Violine
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