Biografie

Raphaël Pichon

Stand: Juli 2021

Raphaël Pichon begann seine musikalische Ausbildung in Versailles und studierte danach am Pariser Konservatorium. Als junger Countertenor sang er bereits unter Dirigenten wie Jordi Savall, Gustav Leonhardt, Ton Koopman und Geoffroy Jourdain. 2006 gründete er das Ensemble Pygmalion, bestehend aus einem Chor und einem Orchester, das auf historisch authentischen Instrumenten musiziert.

Zudem tritt Raphaël Pichon regelmäßig bei führenden Festivals auf, wobei er sich vor allem durch seine Interpretation von Bachs geistlicher Musik und von Rameaus Tragédies lyriques einen Namen gemacht hat. In der Saison 2020/21 dirigierte er Rameaus Hippolyte et Aricie an der Pariser Opéra Comique sowie Bachs Matthäus-Passion. In der kommenden Saison sind Fidelio an der Opéra Comique, eine Uraufführung in Zusammenarbeit mit Romeo Castellucci an der Niederländischen Nationaloper und ein Konzertzyklus mit Werken von Bach in Paris, Essen, Bordeaux und Versailles geplant.

Mit der Produktion Trauernacht in der Regie von Katie Mitchell und mit Musik von Bach debütierte er 2014 beim Festival d’Aix-en-Provence, wohin er 2018 mit Die Zauberflöte in der Regie von Simon McBurney und 2019 mit Mozarts Requiem in einer Inszenierung von Romeo Castellucci zurückkehrte.

Weitere Projekte umfassen die Wiederentdeckung von Luigi Rossis L’Orfeo mit Aufführungen an der Opéra national de Lorraine und der Opéra de Versailles 2016 sowie Monteverdis Vespro della Beata Vergine beim Holland Festival, bei den BBC Proms, in der Chapelle royale de Versailles und beim Bachfest Leipzig 2017.

2018 war Raphaël Pichon erstmals bei den Salzburger Festspielen sowie in der Philharmonie Berlin mit dem Deutschen Symphonie-Orchester zu erleben. In jüngster Vergangenheit dirigierte er erstmals das Freiburger Barockorchester in einem Konzert mit der Violinistin Isabelle Faust sowie das SWR Symphonieorchester.

Er ist Exklusivkünstler beim Label harmonia mundi, für das er vielfach ausgezeichnete CDs einspielte, wie zuletzt das Album Libertà mit Sabine Devieilhe und eine Aufnahme mit den Motetten von Bach.

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