Biografie

Raphaël Pichon

Stand: August 2019

Raphaël Pichon begann seine musikalische Ausbildung in Versailles und studierte dann am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris. Als junger Countertenor sang er bereits unter Dirigenten wie Jordi Savall, Gustav Leonhardt, Ton Koopman und Geoffroy Jourdain.

2006 gründete er das aus einem Chor und einem auf historisch-authentischen Instrumenten spielende Ensemble Pygmalion, das sich in seinen Programmen mit den Verbindungen zwischen Bach und Mendelssohn, Schütz und Brahms sowie Rameau, Gluck und Berlioz auseinandersetzt. Neben diesem, mit der Opéra National de Bordeaux assoziierten Ensemble tritt Raphaël Pichon auch regelmäßig bei renommierten Festivals auf. Insbesondere für seine Aufführungen der geistlichen Musik Bachs und der Tragédies lyriques Rameaus erhält er große Anerkennung.

Projekte der Vergangenheit umfassen sein Debüt beim Festival d’Aix-en-Provence 2014 mit der Produktion Trauernacht unter der Regie von Katie Mitchell und mit Musik von Bach, die Wiederentdeckung von Luigi Rossis L’Orfeo mit Aufführungen an der Opéra national de Lorraine und der Opéra royal du château de Versailles 2016 sowie Monteverdis Vespro della Beata Vergine beim Holland Festival, bei den BBC Proms, in der Chapelle royale de Versailles und beim Bachfest Leipzig 2017.

Raphaël Pichon hat sein Repertoire sukzessive um Chorwerke wie Brahms’ Ein deutsches Requiem, Mendelssohns Elias und Strawinskys Les Noces erweitert. Er wird regelmäßig eingeladen, renommierte Ensembles zu dirigieren, darunter Holland Baroque, das Stavanger Symfoniorkester, Les Violons du Roy, das Scottish Chamber Orchestra, das Orchestre de Chambre de Lausanne und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, außerdem ist er regelmäßig am Opernhaus Zürich zu Gast.

Auf seine Einspielungen aller Messen Bachs und von Rameaus Dardanus beim Label Alpha folgten Aufnahmen mit Bachs Köthener Trauermusik, Rameaus Castor et Pollux, eine DVD mit Dardanus, die CD Rheinmädchen mit Musik von Schubert, Schumann, Brahms und Wagner, Stravaganza d’Amore!, eine DVD mit Rossis L’Orfeo, die DVD Les Funérailles royales de Louis XIV sowie Enfers mit Stéphane Degout bei Harmonia Mundi. Seine Alben wurden mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter der Gramophone Classical Music Award, CD des Monats der Zeitschrift Opernwelt, der Diapason d’Or de l’année, der Choc de l’année und ein Edison Klassiek.

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