Pierre-Laurent Aimard

Pianist

Pierre-Laurent Aimard Pianist
© Marco Borggreve

Pierre-Laurent Aimard gilt nicht nur als Schlüsselfigur der Musik unserer Zeit, sondern wirft immer wieder neues Licht auf die Musik der Vergangenheit. Zu Höhepunkten der Saison 2025/26 zählten Auftritte mit Bachs Wohltemperiertem Klavier (Teil II) im Concertgebouw Amsterdam, dem Southbank Centre, dem Konzerthaus Dortmund, dem Konserthuset Stockholm und bei den Boston Celebrity Series. Außerdem feierte er den 100. Geburtstag seines langjährigen Weggefährten György Kurtág mit Konzerten im Müpa Budapest, der Philharmonie Luxemburg und im Rahmen seiner Residenz im Auditorio Nacional in Madrid. Als Solist war er zudem u. a. bei dem New York Philharmonic, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Hamburger Symphonikern, dem WDR Sinfonieorchester, dem Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo und dem Seoul Philharmonic Orchestra zu Gast.

Zu den führenden zeitgenössischen Komponist·innen, mit denen er arbeitete, zählen Harrison Birtwistle, Elliott Carter, György Kurtág, Helmut Lachenmann, György Ligeti, Olivier Messiaen, Karlheinz Stockhausen, Marco Stroppa und Clara Iannotta. Im Juni 2025 brachte er George Benjamins Divisions für Klavier zu vier Händen gemeinsam mit dem Komponisten im Pierre Boulez Saal in Berlin zur Uraufführung. In dieser Saison folgten gemeinsame Konzerte im 92NY und in der Wigmore Hall in London.

Auch seine enge Zusammenarbeit mit Kammermusikpartner·innen wie Isabelle Faust, Jörg Widmann und Jean-Guihen Queyras führte er fort und spielte u. a. im Muziekgebouw in Amsterdam, in der Elbphilharmonie in Hamburg, der Kölner Philharmonie und dem Wiener Konzerthaus.

Zu seiner umfangreichen Diskografie zählen Messiaens Catalogue d’oiseaux (2018, ausgezeichnet mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik), Beethovens Hammerklaviersonate & Eroica-Variationen (2021), Visions de l’Amen (2022) mit Tamara Stefanovich, Bartóks komplette Klavierkonzerte mit der San Francisco Symphony unter Esa-Pekka Salonen (2023) und die beiden vom BBC Music Magazine ausgezeichneten Alben Schubert: Ländler (2024) und Kurtág: Játékok (2025). Zuletzt erschien im Oktober 2025 seine Einspielung von Das Wohltemperierte Klavier (Teil II) bei Pentatone.

Als innovativer Kurator und Artist in Residence gestaltete er u. a. Konzerte am Musikkollegium Winterthur; er war von 2009 bis 2016 Künstlerischer Leiter des Aldeburgh Festivals und legte mit dem Klavier-Festival Ruhr die Online-Ressource „Explore the Score“ zum Klavierwerk von György Ligeti neu auf.

Pierre-Laurent Aimard ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter 2017 der Ernst von Siemens Musikpreis und 2022 der dänische Léonie-Sonning-Musikpreis.

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Stand: Juli 2026

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