Biografie

Peter Lohmeyer

Stand: Mai 2019

Peter Lohmeyer wurde 1962 in Niedermarsberg geboren. Er besuchte die Westfälische Schauspielschule in Bochum, wo ihn bereits während des Studiums Claus Peymann für das Jugendstück Was heißt hier Liebe? (Regie: Klaus Kusenberg, 1984) und für Manfred Karges/Matthias Langhoffs Titus Andronicus (1985) von Shakespeare an das Schauspielhaus Bochum holte. Es folgten Stationen am Staatstheater Stuttgart, am Theater Der Kreis in Wien und am Düsseldorfer Schauspielhaus. Am Berliner Schillertheater wirkte Peter Lohmeyer regelmäßig in Katharina Thalbachs Regiearbeiten mit, darunter Lessings Minna von Barnhelm (1992) und Shakespeares Wie es euch gefällt (1994). 2002 entstand am Deutschen Schauspielhaus Hamburg mit Shakespeares Ein Sommernachtstraum die erste Arbeit mit Julian Crouch, ab 2013 war er als Tod in dessen Jedermann-Inszenierung in Salzburg zu erleben. Die Titelrolle in Ibsens Rosmersholm (Regie: Leander Haußmann, 2011) spielte er an der Volksbühne Berlin; in Opening Night nach John Cassavetes’ Film (Regie: Anselm Weber, 2013) und in Tschechows Onkel Wanja (Regie: Stephan Kimmig, 2014) war er am Schauspielhaus Bochum in den Hauptrollen zu sehen; 2016 trat er als Bassa Selim in Mozarts Die Entführung aus dem Serail (Regie: Wajdi Mouawad) an der Opéra National de Lyon auf. 2018 gab er den Bassa Selim in Andrea Moses’ Inszenierung von Mozarts Die Entführung aus dem Serail im Rahmen der Salzburger Mozartwoche.

1988 gab Peter Lohmeyer sein Kinodebüt in Dominik Grafs Tiger, Löwe, Panther. Es folgten dessen Filme Spieler (1990) und Der Felsen (2002) sowie Peter Sehrs Kaspar Hauser (1993). Seinen größten Erfolg feierte er 2003 als Kriegsheimkehrer Lubanski in Sönke Wortmanns Das Wunder von Bern. Es folgten Rollen in Tom Sawyer und Die Abenteuer des Huck Finn (Regie: Hermine Huntgeburth, 2011/12), Fünf Freunde 2 (Regie: Mike Marzuk, 2013), The Girl King (Regie: Mika Kaurismäki, 2014) und Heidi (Regie: Alain Gsponer, 2015). 2016 spielte er in Henning Beckhoffs Die Grenzen der Stadt und Adolf Winkelmanns Junges Licht. Peter Lohmeyer ist immer wieder auch in Gastrollen in Fernsehserien zu sehen, zuletzt in Stralsund (2015), Nord Nord Mord – Clüver und die tödliche Affäre (2017) und Der Bestatter (2018). Im Vorjahr übernahm er die Rolle des Hauptkommissars Jan Fabel im vielbeachteten Fernsehfilm Carneval – Der Clown bringt den Tod.

Für seine Gestaltung des Lubanski erhielt Peter Lohmeyer 2004 den Publikumspreis des Deutschen Filmpreises als „Schauspieler des Jahres“. Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen u. a. der Deutsche Filmpreis als „Bester Nebendarsteller“ für Zugvögel … Einmal nach Inari (1998), der Bayerische Fernsehpreis als „Bester Hauptdarsteller“ in Der Elefant in meinem Bett (2000) und 2007 der Filmpreis der Stadt Hof.

Seit 2013 ist Peter Lohmeyer im Jedermann der Salzburger Festspiele als Tod zu sehen, seit 2017 in der Inszenierung von Michael Sturminger auch als Stimme des Herrn und Spielansager.

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Peter Lohmeyer Schauspieler
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Salzburger Festspiele 2018 Jedermann Tobias Moretti Peter Lohmeyer Tod
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