Biografie

Patricia Kopatchinskaja

Stand: August 2019

Die Vielseitigkeit der Violinistin Patricia Kopatchinskaja zeigt sich in ihrem Repertoire, das von Werken des Barock und der Klassik, oft auf Darmsaiten gespielt, bis zu Auftragswerken und Interpretationen moderner Meisterwerke reicht.

Zu Patricia Kopatchinskajas Höhepunkten der Saison 2018/19 zählen eine Europatournee mit Il Giardino Armonico und Giovanni Antonini in einem innovativen Vivaldi-Programm. Mit Kirill Petrenko interpretierte sie Schönbergs Violinkonzert sowohl mit dem Bayerischen Staatsorchester als auch mit den Berliner Philharmonikern. Aufführungen von Tschaikowskis Violinkonzert unter der Leitung von Teodor Currentzis führten sie mit musicAeterna nach Moskau und Japan sowie unter dem Dirigat von Mirga Gražinytė-Tyla mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra nach Los Angeles. Außerdem gab sie ihr Debüt mit dem Orchestre symphonique de Montréal unter Kent Nagano.

Ein Schwerpunkt Kopatchinskajas liegt auf inszenierten Konzerten: 2016 gestaltete sie in Hamburg die Konzertperformance Bye Bye Beethoven mit dem Mahler Chamber Orchestra und beim Lucerne Festival 2017 thematisierte sie die Umweltkrise im Projekt Dies Irae. Beide Projekte wurden 2018 am Ojai Music Festival in Kalifornien wiederholt, Bye Bye Beethoven außerdem auch am Aldeburgh Festival und Dies Irae als „Klimakonzert“ im Mai 2019 mit dem Orchester des Wandels, bestehend aus Mitgliedern der Berliner Staatskapelle und Patricia Kopatchinskaja als Künstlerischer Leiterin.

Nachdem die Geigerin für vier Jahre Artistic Partner des Saint Paul Chamber Orchestra in den USA war, hat sie 2018 die Künstlerische Leitung der Camerata Bern übernommen, mit der sie die Projekte Krieg und Chips sowie Zeit und Ewigkeit inszenierte; Letzteres wurde auch beim Beethovenfest Bonn und in Gent präsentiert.

Auch als Performerin und Sängerin erschloss sich Patricia Kopatchinskaja neue Werke: Schönbergs Pierrot lunaire interpretierte sie u. a. mit Musikern der Camerata Bern, der Berliner Philharmoniker, des Amsterdamer Asko|Schönberg Ensembles sowie des Orchestre symphonique de Montréal, Ligetis Myteries du macabre brachte sie mit der Camerata Bern zur Aufführung.

Kammermusik liegt Patricia Kopatchinskaja besonders am Herzen. Sie arbeitet regelmäßig mit Künstlerinnen und Künstlern wie Markus Hinterhäuser, Polina Leschenko, Sol Gabetta, Anthony Romaniuk und Jay Campbell zusammen und tritt in den bedeutenden Konzerthäusern wie der Londoner Wigmore Hall, dem Wiener Konzerthaus, dem Konzerthaus Berlin und dem Concertgebouw Amsterdam auf. Mit Markus Hinterhäuser war sie letztes Jahr bei den Salzburger Festspielen mit Werken von Ustwolskaja zu erleben.

Patricia Kopatchinskaja hat zahlreiche Aufnahmen vorgelegt. Ihr Album Death and the Maiden aus dem Jahr 2016 bei Alpha Classics entstand gemeinsam mit dem Saint Paul Chamber Orchestra, mit dem sie eine enge künstlerische Partnerschaft verbindet, und gewann 2018 einen Grammy Award. Im selben Jahr veröffentlichte Alpha Classics ihre CD Deux mit Werken von Ravel, Poulenc und Bartók, die sie mit Polina Leschenko eingespielt hat.

In Moldawien geboren, studierte Patricia Kopatchinskaja zunächst Violine in ihrer Heimat, dann in Wien und schließlich von 1998 bis 2000 in Bern bei Igor Ozim.

 

mehr dazu weniger anzeigen

Fotos & Videos

Patricia Kopatchinskaja Violinistin Geigerin Violine Geige
Galerie öffnen
Patricia Kopatchinskaja Violinistin Geigerin Violine Geige
Galerie öffnen
Patricia Kopatchinskaja Violinistin Geigerin Violine Geige
Galerie öffnen
Patricia Kopatchinskaja Violinistin Geigerin Violine Geige
Galerie öffnen
Patricia Kopatchinskaja Violinistin Geigerin Violine Geige
Galerie öffnen
Patricia Kopatchinskaja Violinistin Geigerin Violine Geige
Galerie öffnen
Galerie öffnen