Biografie

Mirco Kreibich

Stand: Juni 2022

Mirco Kreibich, 1983 in Berlin geboren, begann seine Laufbahn als Eiskunstläufer. Mit zehn Jahren wechselte er auf die Staatliche Ballettschule und Schule für Artistik Berlin. Dort wirkte er bereits an Produktionen an der Berliner Staatsoper mit. 2002 begann er seine Ausbildung an der Hochschule für Schauspiel „Ernst Busch“ in Berlin. Während seines Studiums folgten erste Bühnenengagements am Berliner Ensemble (Die Schändung von Botho Strauß in der Regie von Thomas Langhoff) und am Staatstheater Stuttgart (Kevin Smith’ Mallrats, Regie: André Rößler).

Von 2006 bis 2009 führte ihn sein erstes Festengagement an das Deutsche Theater Berlin, wo er hauptsächlich mit Christoph Mehler zusammenarbeitete (Motortown und Pornographie von Simon Stephens, Chatroom von Enda Walsh und Brechts Baal). Aber auch Michael Thalheimer (Die Ratten, Was ihr wollt), Dimiter Gotscheff (Anatomie Titus Fall of Rome) und Roland Schimmelpfennig (Alice im Wunderland) zählten zu seinen Wegbegleitern.

Am Deutschen Theater kam es zur ersten Begegnung mit Jette Steckel; seit Camus’ Caligula verbindet sie eine bis heute andauernde Arbeitsbeziehung. 2009/10 wechselte Mirco Kreibich mit Jette Steckel unter der neuen Intendanz von Joachim Lux an das Thalia Theater Hamburg. Es folgten etliche Arbeiten unter ihrer Regie: Die Welt ist groß und Rettung lauert überall von Ilija Trojanow, Camus’ Der Fremde, Schillers Don Karlos, Shakespeares Romeo und Julia sowie Hamlet, Horváths Kasimir und Karoline, Der Sturm und Nino Haratischwilis Das achte Leben (Für Brilka).

Auch mit Antú Romero Nunes verbindet ihn eine lange Zusammenarbeit (Invasion!, Merlin oder Das wüste Land, Don Giovanni, Moby Dick, Richard III., Das Schloss). Des Weiteren arbeitete er u. a. mit Luk Perceval (Jeder stirbt für sich allein, Hamlet), Stefan Pucher (Andersen – Trip zwischen den Welten, Warten auf Godot) und Jan Bosse (Was ihr wollt). Seit 2017 ist Mirco Kreibich freischaffend tätig und gastierte mehrfach am Wiener Burgtheater (Antigone und Ein Volksfeind, Regie: Jette Steckel; Zu der Zeit der Königinmutter, Regie: Philipp Hauß; Land in Sicht, Regie: Joachim Meyerhoff).

Zuletzt begeisterte Mirco Kreibich in Kirill Serebrennikow Inszenierung Der schwarze Mönch am Hamburger Thalia Theater, eine Produktion, die im Sommer 2022 nach Avignon eingeladen ist.
Mirco Kreibich erhielt mehrere Theaterauszeichnungen, u. a. den Boy-Gobert-Preis und den Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares. Für seine „beeindruckende und anrührende“ schauspielerische Darstellung eines aus der Bahn geratenen Jugendlichen wurde Kreibich 2010 mit dem Günter-Strack-Fernsehpreis ausgezeichnet. 2021 war er für den Deutschen Schauspielpreis für seine Rolle in dem dreiteiligen Kriminalfilm Das Geheimnis des Totenwaldes nominiert.

Neben seiner Tätigkeit am Theater ist er immer wieder an Film- und Fernsehproduktionen sowie an Hörspielen beteiligt und zuletzt etwa in dem Kriminalfilm Solo für Weiss – Das letzte Opfer und in der Fernsehserie Tilo Neumann und das Universum zu sehen gewesen.

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Mirco Kreibich Schauspieler
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