Biografie

Michael Sturminger

Stand: Mai 2019

Michael Sturminger wurde 1963 in Wien geboren, wo er auch Regie und Drehbuch an der Universität für Musik und darstellende Kunst studierte. Seit 1990 ist er als freier Schauspiel-, Musiktheater- und Filmregisseur sowie als Autor von Theatertexten, Libretti und Drehbüchern tätig. 2006 schrieb er das Libretto zu Bernhard Langs Musiktheater I Hate Mozart und inszenierte die Uraufführung am Theater an der Wien. Für Bernhard Lang schrieb er auch das Libretto zu Re:igen (2014 in Schwetzingen uraufgeführt, 2019 bei den Bregenzer Festspielen) und Hiob (Auftrag des Stadttheaters Klagenfurt, UA 2021). 2008 entstand der Dokumentarfilm Malibran Rediscovered mit Cecilia Bartoli. 2009 inszenierte er am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg Mozarts Idomeneo, 2011 folgte Ariadne auf Naxos von Richard Strauss, beides unter der musikalischen Leitung von Valery Gergiev. 2014 verfasste er das Libretto zu HK Grubers Oper Geschichten aus dem Wiener Wald und übernahm im selben Jahr die Regie der Uraufführung bei den Bregenzer Festspielen und am Theater an der Wien.

Michael Sturminger widmet sich in seinen Regiearbeiten immer wieder klassischen Theaterstücken, darunter Sommergäste, Amphitryon, Peer Gynt, Tartuffe, Was ihr wollt und Der Sturm, wie auch zeitgenössischen Theatertexten, u. a. bei der Uraufführung von Felix Mitterers Du bleibst bei mir am Wiener Volkstheater, Yasmina Rezas Der Gott des Gemetzels und der Uraufführung von Jedem das Seine von Peter Turrini, Silke Hassler und Roland Neuwirth am Klagenfurter Stadttheater. Darüber hinaus inszeniert er an zahlreichen internationalen Opernhäusern, u. a. am Opernhaus Zürich, am Münchner Gärtnerplatztheater, an der Wiener Staatsoper, der Volksoper Wien, der Oper Köln und der Oper Graz sowie am Nationaltheater Taipeh.

Mit dem Schauspieler John Malkovich arbeitet er seit vielen Jahren zusammen. Zu ihren bisherigen gemeinsamen Projekten, die alle von Sturminger geschrieben und in Zusammenarbeit mit Martin Haselböck produziert wurden, zählen das Operaplay The Infernal Comedy, das Musiktheaterprojekt The Giacomo Variations und zuletzt die Musiktheaterproduktion Just Call Me God, die 2017 in der Elbphilharmonie Hamburg uraufgeführt wurde. Bis 2017 wurden diese drei Projekte in über 70 Städten von Sydney bis Santiago di Chile und von Toronto bis Tiflis und New York aufgeführt. Die Kinoversion von The Giacomo Variations  Casanova Variations  wurde bei zahlreichen internationalen Festivals gezeigt und mit zwei Österreichischen Filmpreisen und einer Goldenen Romy ausgezeichnet. 2018 drehte Michael Sturminger den ARD-Fernsehfilm Toulouse nach einem Theaterstück/Drehbuch von David Schalko mit Catrin Striebeck und Matthias Brandt in den Hauptrollen.

Seit 2014 ist Michael Sturminger Intendant der Sommerspiele Perchtoldsdorf, wo er 2019 Tschechows Onkel Wanja inszeniert.

Seine Salome-Inszenierung am Stadttheater Klagenfurt wurde als „Beste Gesamtproduktion Oper“ mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis 2018 ausgezeichnet.

Bei den Salzburger Festspielen führte Michael Sturminger 2006 bei Mozarts Il sogno di Scipione erstmals Regie. 2017 zeichnete er bei den Osterfestspielen Salzburg für die Inszenierung von Salvatore Sciarrinos Kammeroper Lohengrin verantwortlich sowie bei den Salzburger Festspielen für die Neuinszenierung des Jedermann. 2018 folgte Giacomo Puccinis Tosca mit Christian Thielemann bei den Osterfestspielen. 2019 überarbeitet Sturminger seine aktuelle Jedermann-Inszenierung mit zahlreichen neuen Ensemblemitgliedern.

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Michael Sturminger Regie Regisseur
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