Biografie

Maxime Pascal

Stand: Juli 2021

Maxime Pascal ist ein leidenschaftlicher Verfechter der französischen Musik, der Musik des 20. Jahrhunderts und der Neuen Musik.

Zu seinen Opernprojekten zählen die Premiere von Salvatore Sciarrinos Ti vedo, ti sento, mi perdo an der Mailänder Scala und der Staatsoper Unter den Linden in Berlin sowie Luca Francesconis Quartett, ebenfalls an der Scala. Ende August 2021 dirigiert er Alban Bergs Lulu am Nikikai Opera Theatre in Tokio.

Er trat mehrfach an der Pariser Opéra auf, wo er Ravels Daphnis et Chloé, Boléro, L’Heure espagnole sowie Puccinis Gianni Schicchi dirigierte. Außerdem dirigierte er 2016 Pelléas et Mélisande im Musiktheater Malmö und gab 2019 sein erfolgreiches Debüt bei den BBC Proms mit Berlioz’ L’Enfance du Christ. Zukünftige Projekte umfassen u. a. Peter Eötvös’ Oper Sleepless an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin und am Grand Théâtre de Genève sowie die Premiere von Sivan Eldars Like Flesh an der Opéra de Lille.

Noch während seines Studiums gründete Maxime Pascal 2008 gemeinsam mit den Komponisten Pedro García-Velásquez, Juan Pablo Carreño sowie Mathieu Costecalde, dem Pianisten Alphonse Cemin und dem Sounddesigner Florent Derex das Orchester Le Balcon, benannt nach einem Werk von Jean Genet. Das Repertoire des Ensembles zeichnet sich nicht nur durch stilistische Vielfalt, sondern auch durch das Einbeziehen moderner Klangkunst und akustischer Technologien aus.

Seit 2013 arbeitet er regelmäßig am Pariser Athénée Théâtre Louis-Jouvet, wo er mit Le Balcon Ariadne auf Naxos in einer Produktion von Benjamin Lazar, das Videospektakel des kolumbianischen Künstlers Luis Nieto zu Schönbergs Pierrot lunaire, Brittens The Rape of Lucretia und Peter Eötvös’ Oper Le Balcon in einer Produktion von Damien Bigourdan zur Aufführung brachte. Seine Faszination für die Opern Stockhausens führten zu einer siebenjährigen Zusammenarbeit mit der Philharmonie de Paris für Stockhausens kompletten Licht-Zyklus. Aktuelle Streaming-Programme umfassen Musik von Boulez, Gesualdo und Grisey sowie Mahlers Das Lied von der Erde.

Zu den Orchestern, mit denen er zusammengearbeitet hat, zählen u. a. das Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, das Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, die Göteborger Symphoniker, das Orchestre National Bordeaux Aquitaine, das Orchestre National de Lille, das Orchestre Philharmonique de Radio France, das Tokyo Symphony Orchestra und das Philharmonieorchester Tokio.

Maxime Pascal ist seit 2010 Resident der Fondation Singer-Polignac. 2011 wurde er mit dem Musikpreis der Fondation Simone et Cino Del Duca von der Académie des Beaux-Arts ausgezeichnet. Im März 2014 gewann er als erster Franzose den Nestlé and Salzburg Festival Young Conductors Award.

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