Der französische Dirigent Maxime Pascal hat sich innerhalb kurzer Zeit als einer der hervorragendsten Interpreten von Musik des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart etabliert. Schon in seiner Studienzeit am Pariser Conservatoire setzte er sich mit einem weitgespannten Repertoire auseinander, das von Werken der Klassik bis zu Komponisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wie Morton Feldman, Gérard Grisey und Pierre Boulez reicht.
2008 gründete er das Ensemble Le Balcon. Das nach Jean Genets Stück benannte innovative Kollektiv ist zu einem zentralen Akteur in der Neue-Musik-Szene geworden und widmet sich ambitionierten Projekten wie Karlheinz Stockhausens monumentalem Zyklus Licht. Maxime Pascal betrachtet dieses Projekt als Lebensaufgabe und plant eine Aufführung des gesamten Zyklus zur Feier von Stockhausens 100. Geburtstag im Jahr 2028.
Dirigate der Spielzeit 2025/26 umfassten Ariadne auf Naxos am Teatro dell’Opera in Rom, La Damnation de Faust an der Nikikai-Oper in Tokio und Pelléas et Mélisande an der Mailänder Scala.
An der Scala dirigierte er 2017 Aufführungen von Salvatore Sciarrinos Ti vedo, ti sento, mi perdo (mit Wiederaufnahmen an der Staatsoper Berlin) und 2019 Luca Francesconis Quartett. 2023 leitete er Le Balcon in Aufführungen der Dreigroschenoper beim Festival d’Aix-en-Provence und an der Comédie-Française. Im selben Jahr leitete er auch eine Neuproduktion von Alban Bergs Lulu am Theater an der Wien.
2014 gewann er den Young Conductors Award bei den Salzburger Festspielen, wo er seitdem regelmäßig zu erleben war, u. a. 2023 in Bohuslav Martinůs The Greek Passion (ausgezeichnet als „Beste Aufführung“ bei den Oper! Awards 2024) und 2025 in Peter Eötvös’ Drei Schwestern.
Seit der Saison 2023/24 ist Maxime Pascal auch Musikdirektor des Symphonieorchesters Helsingborg, das er 2025/26 in verschiedenen Konzerten mit Werken von Berlioz, Beethoven, Mendelssohn, Strauss, Kaija Saariaho und Joe Hisaishi dirigierte.
Darüber hinaus leitete er Konzerte mit dem Hallé-Orchester, dem Symphonieorchester Norrköping, dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien und dem London Symphony Orchestra, bei dem er 2025 in einem Konzert anlässlich des 100. Geburtstags von Pierre Boulez debütiert hatte.
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