Biografie

Martina Stilp

Stand: Mai 2019

Martina Stilp wurde 1973 in Weiden, Oberpfalz, geboren und absolvierte ihr Schauspielstudium an der Otto Falckenberg Schule in München. 1995 erhielt sie ein Stipendium des Deutschen Bühnenvereins, 1996 spielte sie bereits an den Münchner Kammerspielen. Es folgten Engagements am Theater Augsburg (1998–2000), am Schauspielhaus Graz (2000–2010) und am Volkstheater Wien (2011–2015). In Graz gab sie u. a. die Titelrollen in Wedekinds Lulu (Regie: Matthias Fontheim, 2001) und Euripides’ Medea (Regie: Anna Badora, 2006). Am Wiener Volkstheater erarbeitete sie die Hauptrolle in der Romanadaption von Tolstois Anna Karenina (Regie: Stephan Müller, 2012) und spielte die Mariedl in Werner Schwabs Die Präsidentinnen (Regie: Miloš Lolić, 2014). 2005 und 2010 wirkte sie zudem in Paulus Mankers Wiener Theaterproduktion Alma mit.

2000 gastierte Martina Stilp mit Horváths Glaube Liebe Hoffnung (Regie: Holger Schultze) bei den Bayerischen Theatertagen. 2010 war sie mit Handkes Die Stunde, da wir nichts voneinander wußten (Regie: Viktor Bodó, Schauspielhaus Graz) zum Berliner Theatertreffen und zum NET Festival in Moskau eingeladen. 2011 folgte ein Gastspiel mit Molnárs Liliom (Regie: Viktor Bodó, Schauspielhaus Graz) beim Budapesti Tavaszi Fesztivál.

Seit 2015 gehört Martina Stilp dem Ensemble des Theaters in der Josefstadt an. Hier wirkte sie u. a. in Hauptmanns Vor Sonnenaufgang (Regie: Janusz Kica, 2015), der Uraufführung von Horváths Niemand (Regie: Herbert Föttinger, 2016) und von Christopher Hamptons Filmadaption All About Eve (Regie: Herbert Föttinger) mit und spielte in Ferdinand von Schirachs Terror (Regie: Julian Pölsler, 2017). Zuletzt war sie in der österreichischen Erstaufführung von Stefan Vögels Die Niere (Regie: Folke Braband) zu sehen.

Parallel zu ihrer Theaterarbeit ist Martina Stilp auch im TV- und Filmbereich tätig. 2008 war sie in Benjamin Cantus Kurzfilm Im Prinzip zu sehen, der zum Filmfestival Max Ophüls Preis eingeladen wurde. Daneben wirkt sie immer wieder in Serien mit, darunter Bella Block (Regie: Markus Imboden, 2008), Paul Kemp – Alles kein Problem (Regie: Wolfgang Murnberger, 2012), Die Toten von Salzburg (Regie: Erhard Riedlsperger, 2017) und der Vorarlberger Landkrimi Das letzte Problem (Regie: Karl Markovics, 2018).

Im Jahr 2000 wurde Martina Stilp als „Beste bayerische Nachwuchsschauspielerin“ ausgezeichnet; 2010 wurde sie für ihre Rolle in Marie Brassards Monolog Peepshow (Regie: Anna-Sophie Mahler) für den Nestroy-Preis nominiert und ist seit diesem Jahr Mitglied der Nestroy-Preis-Akademie; 2013, 2014 und 2015 wurde sie in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ für den Dorothea-Neff-Preis des Volkstheaters Wien nominiert.

Seit 2018 ist Martina Stilp im Jedermann bei den Salzburger Festspielen zu sehen.

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Martina Stilp Schauspielerin
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