Marianne Crebassa
Mezzosopran
Der spektakuläre Aufstieg der Mezzosopranistin Marianne Crebassa in der internationalen Musikszene zeigt, dass sie sich auf der Opernbühne, im Konzertsaal und im Aufnahmestudio gleichermaßen wohlfühlt.
Bereits während des Studiums in ihrer Heimatstadt Montpellier wurde sie als Isabella (Wuthering Heights) beim Festival de Radio France gefeiert, trat kurz darauf in die Académie de l’Opéra National de Paris ein und konnte als Irene (Tamerlano) bei den Salzburger Festspielen 2012 ihren internationalen Durchbruch feiern.
Highlights der Saison 2025/26 bedeuteten u. a. ihr Debüt bei den Münchner Philharmonikern unter Kent Nagano in Berlioz’ Les Nuits d’été und Marguerite (La Damnation de Faust) in konzertanten Aufführungen mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter Charles Dutoit. Zahlreiche Mahler-Konzerte beinhalteten die Kindertotenlieder mit dem Orchestre du Capitole de Toulouse, die 3. Symphonie mit dem Mahler Chamber Orchestra unter Riccardo Minasi und Das Lied von der Erde mit dem Orchestre National de France unter Juraj Valčuha. Ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem Pianisten Alphonse Cemin setzte sie im Wiener Musikverein fort.
Zu früheren Höhepunkten zählten Sesto (La clemenza di Tito) und Mahlers 2. Symphonie beim Festival d’Aix-en-Provence, Romeo (I Capuleti e i Montecchi) an der Mailänder Scala, Cherubino (Le nozze di Figaro) an der Metropolitan Opera in New York, Dorabella (Così fan tutte) an der Wiener Staatsoper, Offenbachs Fantasio an der Opéra Comique, Angelina (La Cenerentola) an der Pariser Opéra und Mélisande (Pelléas et Mélisande) an der Berliner Staatsoper. Zu den Salzburger Festspielen kehrte sie u. a. als Cecilio (Lucio Silla), als Sesto und als Dorabella sowie als Charlotte Kann in der Uraufführung von Marc-André Dalbavies Charlotte Salomon zurück.
Konzerte und Rezitale führten sie u. a. in die Wigmore Hall, das Théâtre des Champs-Élysées, den Pierre Boulez Saal, mit den Berliner Philharmonikern auf die Waldbühne Berlin und mit dem Philharmonia Orchestra zu den BBC Proms.
Als Exklusivkünstlerin bei Erato hat sie drei Alben veröffentlicht: Oh, boy!, das den berühmten Hosenrollen gewidmet ist, Secrets mit dem Pianisten Fazıl Say und das von ihren iberischen Wurzeln inspirierte Séguedilles.
Marianne Crebassa wurde bei den Victoires de la Musique zur Artiste Lyrique de l’année ernannt und erhielt für Secrets bei den Gramophone Awards einen Solo Vocal Award.