Biografie

Manfred Honeck

Stand: August 2020

Manfred Honeck gilt als einer der weltweit führenden Dirigenten, dessen unverwechselbare und richtungsweisende Interpretationen international große Anerkennung erfahren. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist er Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra. In der Saison 2020/21 wird mit Sonderkonzerten, besonderen Programmen und Partnerschaften das 125-jährige Jubiläum des Orchesters gefeiert.

Gastspiele führen Manfred Honeck und das Orchester regelmäßig in die Musikmetropolen Europas, an die Carnegie Hall und das Lincoln Center in New York sowie zu den großen Festivals, darunter die BBC Proms, das Musikfest Berlin, das Lucerne Festival, das Rheingau Musik Festival, das Beethovenfest Bonn und das Grafenegg Festival. Die enge Zusammenarbeit mit dem Musikverein in Wien wurde im Herbst 2019 mit einer Residenz im Rahmen der jüngsten Europa-Tournee fortgesetzt.

Manfred Honecks erfolgreiche Tätigkeit in Pittsburgh ist in zahlreichen Einspielungen dokumentiert. Nach zwei früheren Grammy-Nominierungen wurde die Aufnahme mit Schostakowitschs Fünfter Symphonie im Januar 2018 mit einem Grammy in der Kategorie „Best Orchestral Performance“ ausgezeichnet. Im folgenden Jahr erschien Bruckners Neunte Symphonie, die erneut in mehreren Kategorien für den Grammy nominiert wurde. Die jüngste Aufnahme, Tschaikowskis Vierte Symphonie gekoppelt mit dem Doppelkonzert für Klarinette und Fagott von Jonathan Leshnoff, erschien im Mai 2020.

Der gebürtige Österreicher absolvierte seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Wien. Seine Dirigentenlaufbahn begann er als Assistent von Claudio Abbado in Wien sowie als Leiter des Wiener Jeunesse Orchesters. Zu wichtigen Stationen seiner frühen Karriere zählen Zürich, Leipzig und Oslo, wo er die musikalische Leitung der Norwegischen Nationaloper übernahm und mehrere Jahre lang Erster Gastdirigent des Philharmonischen Orchesters Oslo war. Von 2000 bis 2006 war er Chefdirigent des Schwedischen Radio-Symphonieorchesters, von 2008 bis 2011 sowie erneut von 2013 bis 2016 wirkte er als Erster Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie in Prag.

Von 2007 bis 2011 war Manfred Honeck Generalmusikdirektor der Oper Stuttgart. Gastspiele führten ihn an die Semperoper Dresden, die Komische Oper Berlin, die Monnaie in Brüssel, die Königliche Oper in Kopenhagen, zum Weiße-Nächte-Festival in Sankt Petersburg und zu den Salzburger Festspielen. Zudem ist er seit mehr als 25 Jahren Künstlerischer Leiter der Internationalen Wolfegger Konzerte.

Als Gastdirigent stand er am Pult der führenden internationalen Klangkörper, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Berliner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Concertgebouworkest Amsterdam, das London Symphony Orchestra, das Orchestre de Paris, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, die Wiener Philharmoniker sowie alle großen Orchester der USA. Er ist darüber hinaus gern gesehener Gast beim Verbier Festival.

Manfred Honeck wurde von mehreren US-amerikanischen Universitäten zum Ehrendoktor ernannt. Im Auftrag des österreichischen Bundespräsidenten wurde er 2016 mit dem Berufstitel Professor gewürdigt. Die Fachjury der International Classical Music Awards zeichnete ihn 2018 als Künstler des Jahres aus.

 

 

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