Biografie

Lemi Ponifasio

Stand: Juli 2019

Lemi Ponifasio hat sich mit seiner radikalen Arbeit als Choreograf, Regisseur und Ausstatter internationales Ansehen erworben. Seine Projekte zeichnen sich durch die Verbindung von zeremonieller Inszenierung, Aktivismus und Zusammenarbeit mit Gemeinschaften aus.

Ponifasio hat seine Produktionen auf der ganzen Welt gezeigt, u.a. am Lincoln Center und der BAM in New York, beim Festival d’Avignon, der Ruhrtriennale, dem Edinburgh International Festival, dem Festival Theater der Welt, dem Festival de Marseille, am Théâtre de la Ville in Paris, im Onassis-Kulturzentrum in Athen, im Southbank Centre in London, beim Holland Festival, dem Luminato Festival in Toronto, den Wiener Festwochen, dem Festival Santiago a Mil in Chile, der Biennale von Venedig sowie im gesamten pazifischen Raum.

Lemi Ponifasio arbeitet mit Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und wählt so unterschiedliche Aufführungsorte wie Fabriken, entlegene Dörfer, Opernhäuser, Schulen, Marae, Schlösser, Galerien und Stadien. Seine bisherigen Projekte umfassen Opern-, Theater- und Tanzproduktionen, Ausstellungen, Gemeinschaftsforen und Festivals in über 30 Ländern.

In Samoa geboren, gründete Lemi Ponifasio 1995 seine Kompanie MAU und arbeitet seither mit unterschiedlichen Kulturen und Gemeinschaften aus dem pazifischen Raum und der restlichen Welt. „Mau“ bedeutet im Samoanischen das Bekenntnis zur Wahrheit einer Sache.

Lemi Ponifasio lebt in Auckland (Neuseeland). Seine Theatervisionen konkretisieren sich als nachtschwarze Architekturen im Zustand einer würdevollen entschleunigten Präsenz und transzendieren bildende Kunst, Tanz, Dichtung, Zeremonie und zivilgesellschaftlichen Aktivismus. Die Körper der Darsteller von MAU erwecken Landschaften, Geister, Vögel, Götter und Engel zum Leben – als ephemere Botschafter der archaischen Ursprünge des Theaters und Wegweiser zu kosmischem Bewusstsein.

Zu seinen jüngsten Arbeiten zählen Standing in Time (2017) mit der nur aus Frauen bestehenden Kompanie MAU Wahine, Die Gabe der Kinder (2017) mit Kindern und Jugendlichen aus Hamburg, Ceremony of Memories (2016 und 2017) mit Mapuche aus Chile, Recompose (2016) mit Maori-Frauen und Syrierinnen bei den KunstFestSpielen Herrenhausen in Hannover, die Installation Lagimoana (2015) bei der Biennale von Venedig, Apocalypsis (2015) in Toronto, I AM: Mapuche (2015) in Chile und I AM (2014) zum 100-jährigen Gedenken an den Ersten Weltkrieg beim Festival d’Avignon.

Zu anderen internationalen Arbeiten von Lemi Ponifasio und MAU gehören The Crimson House (2014), Stones in Her Mouth (2013–2016), Birds with Skymirrors (2010–2014), Orffs Oper Prometheus (2012), Le Savali: Berlin (2011) mit Immigrantengemeinschaften in Berlin, Tempest: Without a Body (2008–2011), Requiem (2006–2008) und Paradise (2003–05).

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