Biografie

Jakub Hrůša

Stand: Dezember 2021

Der aus Brno stammende Jakub Hrůša ist Chefdirigent der Bamberger Symphoniker und Erster Gastdirigent sowohl der Tschechischen Philharmonie als auch des Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Zuvor war er Erster Gastdirigent des Philharmonia Orchestra.

Er gastiert am Pult von vielen der weltweit bedeutendsten Orchester, mit engen Beziehungen zu den Wiener, Berliner und Münchner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Leipziger Gewandhausorchester, der Staatskapelle Dresden, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Lucerne Festival Orchestra, dem Concertgebouw-Orchester, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem NHK Symphony Orchestra und dem Mahler Chamber Orchestra sowie – in den USA – zum Cleveland Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem New York Philharmonic Orchestra und dem Boston Symphony Orchestra.

Als Operndirigent hat Jakub Hrůša in Neuproduktionen Die Sache Makropulos an der Wiener Staatsoper und am Opernhaus Zürich, Carmen am Royal Opera House, Covent Garden, und Rusalka an der Pariser Opéra geleitet. In der Spielzeit 2021/22 kehrt er für Lohengrin nach Covent Garden zurück. Als regelmäßiger Gast beim Glyndebourne Festival dirigierte er Vanessa, Das schlaue Füchslein, A Midsummer Night’s Dream, Carmen, The Turn of the Screw, Don Giovanni und La bohème; außerdem war er drei Jahre lang Music Director von Glyndebourne on Tour.

Jakub Hrůša hat mit vielen herausragenden Instrumentalistinnen und Instrumentalisten sowie führenden Sängerinnen und Sängern zusammengearbeitet. Für seine Einspielungen erhielt er renommierte Preise und Nominierungen. Seine Aufnahme der Violinkonzerte von Martinů und Bartók mit Frank Peter Zimmermann und den Bamberger Symphonikern wurde 2021 für einen Gramophone Award, seine Aufnahme von Dvořáks Violinkonzert mit Augustin Hadelich und dem BR-Symphonieorchester im selben Jahr für einen Grammy Award nominiert. 2020 wurden zwei seiner Aufnahmen – die Klavierkonzerte von Dvořák und Martinů mit Ivo Kahánek und den Bambergern Symphonikern und Vanessa aus Glyndebourne – mit dem BBC Music Magazine Award ausgezeichnet. Zu den jüngsten Veröffentlichungen zählen auch Symphonien von Dvořák und Brahms mit den Bamberger Symphonikern, Josef Suks Asrael-Symphonie mit dem BR-Symphonieorchester und Dvořáks Requiem und Te Deum mit der Tschechischen Philharmonie.

Jakub Hrůša studierte Dirigieren an der Akademie der musischen Künste in Prag, wo er u.a. von Jiří Bělohlávek unterrichtet wurde. Er ist Präsident des International Martinů Circle und der Dvořák Society. Er erhielt als Erster den Sir Charles Mackerras Prize und wurde 2020 mit dem Antonín-Dvořák-Preis der Tschechischen Akademie der klassischen Musik sowie – gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern – mit dem Bayerischen Staatspreis für Musik ausgezeichnet.

Jakub Hrůša lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in London und in Prag.

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