Biografie

Isabelle Faust

Stand: August 2021

Isabelle Faust begeistert ihr Publikum mit souveränen Interpretationen, geprägt von Tiefgründigkeit und intensivem Spiel. Dabei nähert sie sich jedem Werk mit Respekt und Verständnis für den musikgeschichtlichen Kontext wie auch für das authentische Instrumentarium. Dank ihres feinen Stilempfindens gelingt ihr die Balance zwischen größtmöglicher Werktreue und der Begegnung mit einer Komposition aus der Gegenwart heraus.

Seitdem Isabelle Faust in jungen Jahren Preisträgerin des renommierten Internationalen Violinwettbewerbs Leopold Mozart und des Premio Paganini in Genua war, gastiert sie regelmäßig mit den bedeutendsten Orchestern der Welt wie den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Chamber Orchestra of Europe und dem Freiburger Barockorchester. Dabei entstanden enge und nachhaltige Kollaborationen mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Giovanni Antonini, Frans Brüggen, John Eliot Gardiner, Bernard Haitink, Daniel Harding, Philippe Herreweghe, Andris Nelsons und Robin Ticciati.

Isabelle Fausts künstlerische Neugier schließt alle Epochen und musikalischen Formationen ein. Neben Aufführungen der großen symphonischen Violinkonzerte zählen etwa Interpretationen von Schuberts Oktett auf historischen Instrumenten, Kurtágs Kafka-Fragmente mit Anna Prohaska und Strawinskys L’Histoire du soldat mit Dominique Horwitz zu Höhepunkten ihrer Karriere. Darüber hinaus hat sich Isabelle Faust schon früh um die Aufführung zeitgenössischer Musik verdient gemacht. Projekte der kommenden Saisonen umfassen Uraufführungen von Peter Eötvös, Brett Dean, Ondřej Adámek und Oscar Strasnoy.

Ihre zahlreichen Einspielungen wurden von der Kritik einhellig gelobt und mit Preisen wie dem Diapason d’Or, dem Gramophone Classical Music Award und dem Choc de l’année du Monde de la Musique ausgezeichnet. Jüngste Aufnahmen beinhalten Johann Sebastian Bachs Violinkonzerte mit der Akademie für Alte Musik Berlin und Felix Mendelssohns Violinkonzert e-Moll op. 64 mit dem Freiburger Barockorchester unter Pablo Heras-Casado. 2018 erschien eine Aufnahme von Bachs Sonaten für Violine und Cembalo in Zusammenarbeit mit Kristian Bezuidenhout. Weitere Einspielungen hat sie u. a. von Bachs Sonaten und Partiten für Violine solo sowie den Violinkonzerten von Ludwig van Beethoven und Alban Berg unter der Leitung von Claudio Abbado vorgelegt. Zudem veröffentlichte sie mehrere gemeinsame Alben mit dem Pianisten Alexander Melnikov, mit dem sie eine langjährige kammermusikalische Partnerschaft verbindet, darunter Einspielungen von Sonaten für Klavier und Violine von Mozart, Beethoven und Brahms.

Isabelle Faust ist in der Saison 2020/21 Artist in Residence im Palais des Beaux-Arts in Brüssel.

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