Biografie

Ildar Abdrazakov

Stand: August 2019

Ildar Abdrazakov stammt aus Ufa (Baschkirien) und zählt zu den gefragtesten Bässen der Gegenwart. 2001 gab er im Alter von 25 Jahren sein Debüt an der Mailänder Scala und gastiert seither an allen wichtigen amerikanischen und europäischen Opernhäusern. An der Metropolitan Opera, wo er 2004 als Masetto (Don Giovanni) debütierte, sang er u. a. Borodins Fürst Igor, Heinrich VIII (Anna Bolena) an der Seite von Anna Netrebko bzw. Sondra Radvanovsky, Dosifej (Chowanschtschina), die Titelpartien in Attila (unter Riccardo Muti) und Don Giovanni, Figaro (Le nozze di Figaro), Escamillo (Carmen) und Mustafà (L’italiana in Algeri).

Sein Salzburger Festspieldebüt gab Ildar Abdrazakov 2009 als Moïse (Moïse et Pharaon) unter Riccardo Muti — eine Rolle, die er unter Muti auch an der Scala und in Rom gesungen hat. Außerdem stand er an den Opernhäusern in München, London, Paris, Barcelona, Madrid, Amsterdam, San Francisco, Washington, Los Angeles, Sankt Petersburg, Moskau und vielen anderen Städten auf der Bühne. Zentrale Partien seines Repertoires sind Leporello und Don Giovanni, Méphistophélès (Faust) — 2016 war er damit auch bei den Salzburger Festspielen zu Gast —, Méphistophélès (La Damnation de Faust), die vier Bösewichte in Les Contes d’Hoffmann, Basilio (Il barbiere di Siviglia), Mustafà, Selim (Il turco in Italia), Assur (Semiramide), Attila, Oberto, Walter (Luisa Miller) und Philipp II (Don Carlo).

In der Saison 2018/19 war er als Don Ruy Gomez de Silva in Verdis Ernani, in der Titelpartie von Verdis Attila sowie mit einem Liederabend an der Mailänder Scala zu erleben und gastierte als Leporello in Mozarts Don Giovanni an der Metropolitan Opera in New York. Außerdem trat er im Rahmen des zum Gedenken an den 2017 verstorbenen Bariton Dmitri Hvorostovsky in Moskau veranstalteten Konzerts auf, gab mit dem Orchestre Métropolitain unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin sein erstes Solokonzert in Kanada, interpretierte mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin Mussorgskis Lieder und Tänze des Todes in der Berliner Philharmonie und gab in konzertanten Aufführungen von Verdis Aida unter Riccardo Muti sein Rollendebüt als Ramfis. Weitere Auftritte führten ihn u. a. nach Wien, Prag und Moskau sowie mit Verdis Requiem ans Festspielhaus Baden-Baden.

Als Konzertsänger ist Ildar Abdrazakov mit Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Rotterdamer Philharmonikern, dem Orchestre National de France, der Filarmonica della Scala, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia und der Russischen Nationalphilharmonie aufgetreten. Zu den Dirigenten, mit denen er regelmäßig zusammenarbeitet, zählen Muti, Gergiev, Levine, Noseda, de Billy, Frizza, Chailly und Pappano. Im Januar 2015 gab er in der Carnegie Hall sein erstes Solorezital in den USA. Im Mai 2016 folgte sein erstes Rezital an der Scala.

Ildar Abdrazakov hat zweimal Verdis Requiem (unter Muti bzw. Jordan), Werke von Cherubini, Rossini, Schostakowitsch und Rachmaninow und ein hochgelobtes Soloalbum, Power Players — Russian Arias for Bass (2014), eingespielt. Seit 2017 ist er Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon, wo im September desselben Jahres das gemeinsam mit Rolando Villazón aufgenommene Album Duets erschien. Sein erstes Solo-Album mit Verdi-Arien wird im August 2019 veröffentlicht.

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Ildar Abdrazakov Sänger Bass
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