Biografie

Howard Arman

Stand: Juli 2019

Vielseitigkeit gehört zu den wichtigsten künstlerischen Anliegen des in London geborenen Dirigenten, Chorleiters und Komponisten Howard Arman, der seit Herbst 2016 Künstlerischer Leiter des Chores des Bayerischen Rundfunks ist. So profilierte er sich in allen Epochen, Genres und Darbietungsformen von klassischer Musik: vom historisch informierten Barockkonzert über Chorsymphonik und Oper bis hin zu Jazz und breitenwirksamen Mitsingkonzerten. Außerdem hat er seit vielen Jahren die Professur für Orchesterleitung an der Hochschule Luzern – Musik inne.
Howard Arman wurde am Trinity College of Music in London ausgebildet, bevor er mit renommierten englischen Ensembles auftrat. In Deutschland arbeitete er mit den Chören des NDR, SWR und des RIAS Berlin zusammen. Längerfristige künstlerische Bindungen ging er von 1983 bis 2000 mit dem Salzburger Bachchor sowie von 1998 bis 2013 – als Künstlerischer Leiter – mit dem MDR Rundfunkchor Leipzig ein. Bereits 1991 trat er erstmals im Wiener Musikverein und 1995 bei den Salzburger Festspielen auf.
Neben seinem internationalen Wirken als Chor- und Orchesterdirigent leitete Howard Arman vielbeachtete Produktionen an Opernhäusern in Deutschland, Österreich, Italien und in der Schweiz. Für die Neuformierung des Händelfestspielorchesters Halle anlässlich der Inszenierung von Orlando wurde er 1996 mit dem Händel-Preis geehrt. Von 2011 bis Juli 2016 war er Musikdirektor des Luzerner Theaters, wo er u. a. Händels Hercules, Mozarts Le nozze di Figaro, Rossinis La Cenerentola, Bizets Carmen, Strauss’ Ariadne auf Naxos sowie das Tanztheater Metamorphosen (mit eigenen Kompositionen) und die Uraufführung von Johannes Maria Stauds Die Antilope leitete.
Beim Chor des Bayerischen Rundfunks war Howard Arman seit 2002 regelmäßig zu Gast. Als Künstlerischer Leiter des Chores gestaltete er mehrfach die Weihnachtskonzerte „Christmas Classics“, die auch auf CD erschienen sind, sowie die „cOHRwürmer“-Mitsingkonzerte und setzte Händels selten gespieltes Occasional Oratorio ebenso aufs Programm wie Verdis Quattro pezzi sacri, Rossinis Stabat Mater, Bachs Weihnachtsoratorium und die Marienvesper von Monteverdi. Außerdem präsentierte er Werke wie Händels The Ways of Zion Do Mourn, Purcells Hail, bright Cecilia, Rossinis Petite Messe solennelle beim Lucerne Festival und dirigierte seit seiner Amtsübernahme u. a. Programme wie „Krieg und Frieden“ und „Inspiring Mendelssohn“.
Seine umfangreiche Diskografie enthält u. a. die mit dem ECHO Klassik prämierten Einspielungen von Rachmaninows Das große Abend- und Morgenlob sowie Grauns Der Tod Jesu. Zu den CDs mit Howard Arman und dem BR-Chor zählen Aufnahmen von Händels Occasional Oratorio, Mozarts c-Moll-Messe, Mendelssohn-Psalmen und Bach-Motetten sowie die Weihnachts-Programme Christmas Surprises und Joy to the World.

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