Biografie

Harald B. Thor

Stand: August 2019

Harald B. Thor ist gebürtiger Salzburger und absolvierte am Salzburger Mozarteum sein Studium zum Bühnen- und Kostümbildner. Nach einem ersten Engagement am Landestheater Coburg kam er 1984 an die Bayerische Staatsoper in München, wo er 1986 die Ausstattungsleitung übernahm. 1999 wurde er von August Everding als Ausstattungsleiter und Dozent für Bühnenbild an die Bayerische Theaterakademie in München geholt. Neben zahlreichen Bühnenbildern im Münchner Prinzregententheater entwarf er weiterhin Ausstattungen für Theater in Berlin, Mannheim, Wien, Basel, Zürich, Moskau und Seoul.

Seit 2001 ist Harald B. Thor freiberuflich tätig und entwirft im Schauspielbereich in erster Linie Bühnenbilder und Kostüme für den Regisseur Andreas Kriegenburg. Gemeinsame Produktionen entstanden u.a. am Deutschen Theater in Berlin, am Thalia Theater in Hamburg, am Schauspiel Frankfurt, am Staatsschauspiel Dresden, am Akademietheater und am Residenztheater in München, am Schauspielhaus Zürich und am Burgtheater in Wien, wo er für sein Bühnenbild für Gorkis Wassa Schelesnowa 2016 den begehrten Nestroy-Theaterpreis erhielt.

Als Bühnenbildner für Musiktheaterproduktionen hat er u.a. für die Opernhäuser in Berlin, Dresden, Frankfurt, Havanna, Seoul, Tokio und München gearbeitet. Von 2002 bis 2004 hatte Harald B. Thor die künstlerische Leitung für mehrere Opernproduktionen bei den Richard-Strauss-Tagen in Garmisch-Partenkirchen inne. 2009 entwarf er das Bühnenbild für Die Zauberflöte am Gran Teatro in Havanna (Kuba) und gestaltete zusammen mit dem bekannten kubanischen Künstler Kcho das Bühnenbild für Der fliegende Holländer am Teatro Nacional de Cuba.

Auch im Musiktheater verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit mit Andreas Kriegenburg. So entwarf er 2014 das Bühnenbild für Die Soldaten an der Bayerischen Staatsoper, das mit dem Theaterpreis Der Faust ausgezeichnet wurde. Außerdem schuf er die Bühnenbilder für Kriegenburgs Münchner Inszenierungen von Wozzeck (2008) und Rigoletto (2013), die auch am New National Theatre Tokyo zu sehen waren, 2012 für Der Ring des Nibelungen sowie 2017 für Lady Macbeth von Mzensk, mit der er erstmals bei den Salzburger Festspielen zu Gast war.

In der Spielzeit 2018/19 entwarf er die Bühnenbilder für Andreas Kriegenburgs Inszenierungen von Les Huguenots an der Pariser Opéra, Widmanns Babylon an der Deutschen Oper Berlin und Peer Gynt am Schauspiel Frankfurt.

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