Biography

Francesco Meli

Der Tenor Francesco Meli, 1980 in Genua geboren, debütierte 2002 als Malcolm (Macbeth) beim Festival dei Due Mondi in Spoleto. Es folgten Debüts an führenden italienischen Opernhäusern, u.a. in Bologna, Venedig, Florenz, Neapel und Turin. Unter Riccardo Muti war er als Chevalier de la Force (Dialogues des Carmélites) erstmals an der Mailänder Scala zu Gast, wohin er als Cassio (Otello), Arbace (Idomeneo), Don Ottavio (Don Giovanni), Leicester (Maria Stuarda) und Italienischer Sänger (Der Rosenkavalier) zurückkehrte. 2005 sang er Falliero (Bianca e Falliero) beim Rossini Opera Festival, gefolgt von Auftritten als Don Ottavio in Genua sowie wichtigen internationalen Debüts: als Almaviva (Il barbiere di Siviglia) in Zürich, als Don Ottavio am Théâtre des Champs-Élysées und am Londoner Barbican Centre, als Elvino (La sonnambula) in einer für CD mitgeschnittenen Produktion in Lyon, als Ferrando (Così fan tutte) an der Wiener Staatsoper, als Erisso (Maometto II) in Tokio und als Herzog von Mantua (Rigoletto) am Royal Opera House, Covent Garden.

Ab 2009 wandte sich Francesco Meli vom Belcanto zunehmend lyrischen und Spinto-Rollen zu: Nach Rollendebüts als Oronte (I Lombardi alla prima crociata), Adorno (Simon Boccanegra) und Werther in Parma gastierte er u.a. als Herzog von Mantua an der Metropolitan Opera, als Adorno in Wien, als Riccardo (Un ballo in maschera) in Parma, als Manrico (Il trovatore) in Venedig, als Werther in Washington und als Jacopo Foscari (I due Foscari) in Los Angeles.

Nach einer von Muti dirigierten Neuproduktion von Simon Boccanegra in Rom profilierte er sich im Verdi-Jahr 2013 und darüber hinaus als Verdi-Tenor unter führenden Dirigenten an den international renommiertesten Bühnen. Höhepunkte waren Riccardo unter Pappano an der Accademia di Santa Cecilia in Rom, Manrico bei den Salzburger Festspielen 2014 und 2015, Alfredo an der Pariser Opéra, Jacopo Foscari an Covent Garden, Ernani in Rom und an der Met, Adorno in Venedig und Wien sowie Carlo VII (Giovanna d’Arco), Jacopo Foscari, Don Carlo und Alfredo an der Scala. Auf dem Konzertpodium war Francesco Meli in Verdis Requiem unter Chailly, Gatti, Luisi, Maazel, Muti, Noseda und Temirkanov zu hören.

Nach seinem Rollendebüt als Radamès bei den Salzburger Festspielen 2017 führen Neuproduktionen ihn u.a. an die Scala, nach London, Madrid, München und Wien.

Stand: August 2017

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