Die französische Dirigentin und Cembalistin Emmanuelle Haïm zählt zu den bedeutendsten Musiker·innen auf dem Gebiet der Alten Musik. 2000 gründete sie das Barockensemble Le Concert d’Astrée, das schnell Anerkennung erlangte, auf bedeutenden französischen und internationalen Bühnen zu Gast war sowie zahlreiche Tourneen und Opernproduktionen mit namhaften Künstler·innen und Regisseur·innen realisierte.
Engagements der Saison 2025/26 führten sie mit Semele an die Niederländische Nationaloper in Amsterdam und mit Jean-Marie Leclairs Scylla et Glaucus an das Opernhaus Zürich, beide in Inszenierungen von Claus Guth.
Zu früheren Engagements zählten Händels Semele am Théâtre des Champs-Élysées, Purcells Dido and Aeneas am Grand Théâtre de Genève und Giulio Cesare in Egitto bei den Salzburger Festspielen 2025. Sie war u. a. zu Gast an der Berliner Staatsoper und beim Glyndebourne Festival.
Neben ihrer Operntätigkeit gibt sie auch zahlreiche Konzerte mit Le Concert d’Astrée und arbeitet regelmäßig mit den Berliner Philharmonikern und dem Los Angeles Philharmonic, mit dem sie als Artistic Collaborator The Handel Project realisiert. Darüber hinaus stand sie als Gastdirigentin am Pult der Wiener Philharmoniker, des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, des Royal Concertgebouw Orchestra, des London Symphony Orchestra, des Orchestra of the Age of Enlightenment und des New York Philharmonic.
Zudem geht sie einer regen pädagogischen Tätigkeit nach und gibt regelmäßig Meisterkurse u. a. am Pariser Conservatoire sowie am Centre de musique baroque de Versailles und entwickelt mit Mitgliedern von Le Concert d’Astrée Outreach-Programme, um ein vielfältiges Publikum für Musik zu begeistern.
Emmanuelle Haïm studierte am Pariser Conservatoire und startete ihre Karriere als Continuo-Spielerin und musikalische Assistentin bei William Christie und Les Arts Florissants.
Für ihre künstlerischen Verdienste und ihre Einspielungen mit Le Concert d’Astrée wurde sie vielfach mit Auszeichnungen geehrt, darunter der Victoire de la Musique, der ECHO Klassik und eine Grammy-Nominierung. Sie ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London; 2023 wurde ihr vom französischen Kulturministerium der Titel Commandeur des Arts et des Lettres verliehen und 2025 wurde sie zum Chevalier de l’Ordre national de la Légion d’Honneur ernannt.
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