Elza van den Heever
Sopran

Die aus Südafrika stammende Sopranistin Elza van den Heever ist eine der weltweit bedeutendsten Vertreterinnen des jugendlich-dramatischen Fachs. Sie war von 2008 bis 2013 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, wo sie sich ein breit gefächertes Repertoire aneignen konnte. Seitdem ist sie an renommierten Opernhäusern wie der Wiener und der Bayerischen Staatsoper, der Metropolitan Opera in New York, der San Francisco Opera, dem Opernhaus Zürich, der Staatsoper Hamburg und der Opéra National de Bordeaux zu Gast.
In der Spielzeit 2024/25 sang sie Leonore (Fidelio) an der Lyric Opera of Chicago, ihre Paraderolle Kaiserin (Frau ohne Schatten) und die Titelpartie in Salome in New York sowie Elettra (Idomeneo) in San Francisco und gab ihre Hausdebüts als Sieglinde (Die Walküre) an der Mailänder Scala unter Simone Young und als Elsa (Lohengrin) bei den Bayreuther Festspielen unter Christian Thielemann. Zudem war sie mit Werken von Strauss unter Yannick Nézet-Séguin in der Carnegie Hall zu Gast.
Zu früheren Höhepunkten zählten Kaiserin an der Wiener Staatsoper, Elisabeth (Tannhäuser) und Senta (Der fliegende Holländer) an der Metropolitan Opera, Chrysothemis (Elektra) bei den Osterfestspielen Baden-Baden und in der Berliner Philharmonie, Salome an der Pariser Opéra, Sieglinde mit dem Rotterdams Philharmonisch Orkest sowie Julia in Spontinis La Vestale am Theater an der Wien.
Zu ihrem Repertoire zählen weiterhin die Titelrollen in Rodelinda, Norma, Anna Bolena und Suor Angelica sowie Vitellia (La clemenza di Tito), Donna Anna (Don Giovanni), Elisabetta (Don Carlo), Desdemona (Otello), Elvira (Ernani), Leonora (Il trovatore), Giorgetta (Il tabarro), Marie (Wozzeck) und Ellen Orford (Peter Grimes).
Auf dem Konzertpodium ist sie gleichermaßen zu Hause und arbeitet regelmäßig mit Dirigent·innen wie Bertrand de Billy, Yannick Nézet-Séguin, Kirill Petrenko und Simone Young. Sie sang u. a. Beethovens 9. Symphonie, Verdis Messa da Requiem, Brahms’ Ein deutsches Requiem, Wagners Wesendonck-Lieder, Bruckners Te Deum, Mahlers 8. Symphonie und Strauss’ Vier letzte Lieder.
Ihre Diskografie enthält einen CD-Mitschnitt von Puccinis Il tabarro mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien aus dem Wiener Konzerthaus (2018, Capriccio) sowie den Live-Mitschnitt ihres MET-Debüts als Elisabetta in Maria Stuarda von 2013.