Biografie

Chor des Bayerischen Rundfunks

Stand: Juli 2019

Aufgrund seiner besonderen klanglichen Homogenität und der stilistischen Vielseitigkeit, die alle Gebiete des Chorgesangs von der mittelalterlichen Motette bis zu zeitgenössischen Werken, vom Oratorium bis zur Oper umfasst, genießt der Chor des Bayerischen Rundfunks höchstes Ansehen in aller Welt. Schwerpunkte bilden dabei zeitgenössische Vokalmusik sowie die Kooperation mit Originalklangensembles wie Concerto Köln und der Akademie für Alte Musik Berlin.
Gastspiele führten den Chor in jüngerer Zeit nach Japan, in den Oman und nach Ungarn, außerdem nach Polen mit Auftritten in Katowice und Wrocław, nach Versailles sowie im süddeutschen Raum zur Bachwoche Ansbach, zur Internationalen Orgelwoche Nürnberg und zum Rheingau Musik Festival. Regelmäßig ist der BR-Chor beim Lucerne Festival und bei den Salzburger Festspielen vertreten. Außerdem nahm er im Januar 2017 an der Einweihung der Hamburger Elbphilharmonie teil.
Europäische Spitzenorchester, darunter die Berliner und Wiener Philharmoniker, das Concertgebouworkest Amsterdam und die Sächsische Staatskapelle Dresden, schätzen die Zusammenarbeit mit dem BR-Chor. In jüngster Vergangenheit konzertierte der Chor mit Dirigenten wie Andris Nelsons, Bernard Haitink, Daniel Harding, Yannick Nézet-Séguin,
Riccardo Muti, Riccardo Chailly, Robin Ticciati, Franz Welser-Möst und Iván Fischer sowie mit Herbert Blomstedt, Christoph Eschenbach und Christian Thielemann.
Der künstlerische Aufschwung des 1946 gegründeten Chores verlief in enger Verbindung mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Seit 2003 ist Mariss Jansons Chefdirigent beider Klangkörper. Parallel zum Amt des Chefdirigenten steht dem Chor Howard Arman als Künstlerischer Leiter zur Seite, der Michael Gläser und Peter Dijkstra als Chorleiter nachfolgte.
In den Reihen musica viva (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks) und Paradisi gloria (Münchner Rundfunkorchester) sowie in den eigenen Abonnementkonzerten profiliert sich der Chor regelmäßig mit Uraufführungen. Die DVD-Edition von Bachs Johannes-Passion wurde vom Preis der deutschen Schallplattenkritik in die Bestenliste 2017 aufgenommen. Für seine CD-Einspielungen erhielt er zahlreiche Preise, darunter wiederholt den ECHO Klassik und den Diapason d’Or. Letzteren gewann der Chor für seine CD mit Rachmaninows Glocken, wofür er außerdem in der Kategorie Best Choral Performance zum Grammy 2019 nominiert wurde.

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