Biografie

Chor des Bayerischen Rundfunks

Stand: August 2021

Aufgrund seiner besonderen klanglichen Homogenität und der stilistischen Vielseitigkeit, die alle Gebiete des Chorgesangs von der mittelalterlichen Motette bis zu zeitgenössischen Werken, vom Oratorium bis zur Oper umfasst, genießt der Chor des Bayerischen Rundfunks höchstes Ansehen in aller Welt.

Gastspiele führten ihn nach Japan sowie zu den Festivals in Luzern und Salzburg. Europäische Spitzenorchester, darunter das Concertgebouworkest Amsterdam, die Wiener und Berliner Philharmoniker sowie die Sächsische Staatskapelle Dresden, aber auch Originalklangensembles wie Concerto Köln und die Akademie für Alte Musik Berlin schätzen die Zusammenarbeit mit dem Chor. In jüngster Vergangenheit konzertierte er mit Dirigenten wie Giovanni Antonini, Andris Nelsons, Bernard Haitink, Daniel Harding, Yannick Nézet-Séguin, Riccardo Muti, Zubin Mehta, Robin Ticciati und Iván Fischer sowie mit Herbert Blomstedt und Christian Thielemann.

Der Chor des Bayerischen Rundfunks wurde 1846 gegründet und feiert 2021 sein 75. Jubiläum. Die künstlerische Entwicklung des Chores verlief in enger Verbindung mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Von 2003 bis 2019 war Mariss Jansons Chefdirigent beider Klangkörper. Der designierte Nachfolger Simon Rattle wird das Amt im Sommer 2023 übernehmen.

In der Reihe musica viva und in den eigenen Abonnementkonzerten präsentiert der Chor regelmäßig Uraufführungen. Für seine CD-Einspielungen erhielt er zahlreiche Preise, darunter jeweils mehrfach den ECHO und den OPUS Klassik. 2021 wurde er für die Aufnahme von Igor Kuljerićs Glagolitischem Requiem mit dem International Classical Music Award sowie dem Diapason d’Or ausgezeichnet.

In Zusammenarbeit mit Howard Arman, der seit 2016 Künstlerischer Leiter des Chores ist, sind CDs mit einer großen programmatischen Vielfalt entstanden, darunter zwei Ausgaben von Christmas Surprises sowie Händels Occasional Oratorio, Bach-Motetten, Mozarts c-Moll-Messe und Requiem, Dvořáks Stabat Mater, ein Album mit großen Chorwerken von Edward Elgar und eine Porträt-CD mit Arvo Pärts selten gespieltem Miserere.

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