Caroline Peters
Schauspielerin
Caroline Peters, 1971 in Mainz geboren, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Saarbrücken. Schon während ihres letzten Studienjahres wurde sie von Andrea Breth an die Schaubühne Berlin engagiert. Es folgten Engagements an zahlreichen deutschsprachigen Bühnen wie den Schauspielhäusern Hamburg, Köln und Zürich, der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin und dem Wiener Burgtheater, an dem sie von 2004 bis 2021 Ensemblemitglied war. Mit der Spielzeit 2024/25 kehrte sie in das Ensemble des Burgtheaters zurück und war an diesem Haus zuletzt in Burgtheater nach Elfriede Jelinek (Regie: Milo Rau), Das Ferienhaus nach Henrik Ibsen (Regie: Simon Stone), Thornton Wilders Wir sind noch einmal davongekommen in der Regie von Stefan Bachmann und, gemeinsam mit Michael Wächter, in dem Zweipersonenstück Egal von Marius von Mayenburg (Regie: Thomas Jonigk) zu sehen. Sie arbeitete außerdem mit Regisseur·innen wie Barbara Frey, Dimiter Gotscheff, Karin Beier, Luc Bondy, Nicolas Stemann und René Pollesch.
Caroline Peters spielte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, zuletzt in Butterfly Stroke von Denis Rabaglia, der Serie Anywhere (Regie: Felix Binder, Vanessa Jopp, Sebastian Sorger) und Der Spitzname von Sönke Wortmann. Sie wirkte außerdem in Filmen von Adolf Winkelmann, Arne Feldhusen, Dieter Wedel, Isabel Kleefeld und in der Hauptrolle in der humoristischen Krimi-Serie Mord mit Aussicht mit.
Für ihre herausragende schauspielerische Leistung wurde Caroline Peters vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Grimme-Preis (2007), dem Ulrich-Wildgruber-Preis (2012), dem Bayerischen Fernsehpreis (2013), dem Deutschen Schauspielpreis als „Beste Schauspielerin in einer komödiantischen Rolle“ (2016) sowie zweimal mit dem Nestroy-Preis als „Beste Schauspielerin“ – 2018 für ihre Rolle in Hotel Strindberg (Regie: Simon Stone, Akademietheater) und 2020 für ihre Darstellung in der Uraufführung von Elfriede Jelineks Schwarzwasser am Akademietheater (Regie: Robert Borgmann). 2016 und 2018 wurde sie von der Zeitschrift Theater heute zur „Schauspielerin des Jahres“ gewählt.
Bei den Salzburger Festspielen war Caroline Peters 2005 in der Uraufführung von René Polleschs Cappuccetto Rosso erstmals zu Gast. Es folgten Rosalie in Martin Kušejs Inszenierung von Nestroys Höllenangst (2006) und 2018 ihre Mitwirkung in der Lesung aus David Grossmans Aus der Zeit fallen. 2019 war sie in der Uraufführung von Theresia Walsers Die Empörten (Regie: Burkhard C. Kosminski) zu sehen und 2020 übernahm sie die Rolle der Buhlschaft an der Seite von Tobias Moretti im Jedermann (Regie: Michael Sturminger).
Im April 2026 erschien ihr Debütroman Ein anderes Leben im Rowohlt Verlag.