Biografie

Birgit Minichmayr

Stand: Juni 2019

Birgit Minichmayr wurde 1977 geboren und wuchs in der Nähe von Linz auf. Schon während ihrer Ausbildung am Max Reinhardt Seminar in Wien wurde sie an das Burgtheater engagiert. Dort debütierte sie 1999 als Dirne in Arthur Schnitzlers Reigen. 2004 war sie in Frank Castorfs Gier nach Gold bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen zu sehen, einer Koproduktion mit der Volksbühne Berlin, zu deren festem Ensemble Birgit Minichmayr ab 2004 gehörte. Von 2007 bis 2011 war sie festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters und spielte hier u. a. den Narren in Luc Bondys Inszenierung von König Lear (2007), Lady Macbeth, die Titelrolle in Der Weibsteufel (2008) und in Stefan Puchers Inszenierung von Struwwelpeter (2009). Von 2011 bis 2013 zählte sie zum festen Ensemble des Residenztheaters München und war dort u. a. in Kasimir und Karoline und Das Interview (2011), als Hedda Gabler (2012) und in Elfriede Jelineks FaustIn and out (2014) zu sehen. Seit 2014 arbeitet sie frei an renommierten Bühnen in Wien, München, Berlin und Hamburg. Im Laufe ihrer Karriere arbeitete sie u. a. mit den Regisseuren Frank Castorf, Klaus Maria Brandauer, Dimiter Gotscheff, René Pollesch, Stephan Kimmig, Luc Bondy und Martin Kušej.

Neben ihrer Theaterkarriere ist Birgit Minichmayr auch auf der Kinoleinwand erfolgreich. 2000 gab sie in Abschied. Brechts letzter Sommer ihr Kinodebüt. Ein Jahr später spielte sie die Stenotypistin in István Szabós Taking Sides – Der Fall Furtwängler und wurde dafür auf der Berlinale 2001 zum „Shooting Star“ gekürt. Zu den weiteren Filmen, in denen Birgit Minichmayr mitwirkte, zählen u. a. Oliver Hirschbiegels Der Untergang, Tom Tykwers Romanadaption von Patrick Süskinds Bestseller Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders, Wolfgang Murnbergers Knochenmann nach dem Roman von Wolf Haas, Doris Dörries Kirschblüten – Hanami, Michael Hanekes Das weiße Band sowie Matthias Glasners Gnade, der auf der Berlinale 2012 seine Premiere feierte. In den Fernsehfilmen Die Verführerin Adele Spitzeder (2011) und Eine Liebe für den Frieden – Bertha von Suttner und Alfred Nobel (2014) übernahm sie die weiblichen Hauptrollen; seit 2015 ist sie in der Reihe Dengler – Die letzte Flucht zu sehen. 2014 stand sie für Alexander Mindadzes Kinofilm Liebster Hans, bester Pjotr vor der Kamera; 2017 war sie in Animals – Stadt Land Tier von Greg Zglinski zu sehen, der ebenfalls auf der Berlinale seine Premiere feierte. 2017 stand sie auch für Özgür Yıldırıms Nur Gott kann mich richten mit Moritz Bleibtreu vor der Kamera und drehte in der Regie von Emily Atef 3 Tage in Quiberon, der 2018 in die Kinos kam.

Für ihre schauspielerischen Leistungen wurde Birgit Minichmayr mehrfach ausgezeichnet, u. a. vier Mal mit dem Nestroy. 2009 wurde sie für ihre Rolle in Maren Ades Alle anderen von der Berlinale für den Silbernen Bären nominiert und von Theater heute zur „Schauspielerin des Jahres“ gekürt; 2012 erhielt sie den Romy, 2013 den Kurt-Meisel-Preis, 2018 den Deutschen Filmpreis in der Kategorie „Beste weibliche Nebenrolle“ (für 3 Tage in Quiberon), 2019 den Großen Diagonale-Schauspielpreis.

2002 und 2003 spielte Birgit Minichmayr die Erna in Andrea Breths Inszenierung von Arthur Schnitzlers Das weite Land bei den Salzburger Festspielen; von 2010 bis 2012 war sie als Buhlschaft im Jedermann zu sehen.

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Birgit Minichmayr Schauspielerin
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Salzburger Festspiele Lesungen Ulysses Birgit Minichmayr
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