Biografie

Bachchor Salzburg

Stand: März 2020

Der Bachchor Salzburg wurde 1983 gegründet und hat sich in den 37 Jahren seines Bestehens zu einem führenden Vokalensemble im österreichischen und internationalen Musikleben entwickelt. Der Chor, der seit 2003 unter der Leitung von Alois Glaßner steht, ist regelmäßig bei den Salzburger Festspielen zu Gast und feierte hier in zahlreichen Konzerten, aber auch in szenischen Produktionen umjubelte Erfolge: Höhepunkte bildeten u.a. Idomeneo, Theodora, die Uraufführung von Thomas Adès’ Oper The Exterminating Angel und Ariodante. Zudem ist der Chor ein fester künstlerischer Partner der Salzburger Mozartwoche, bei der er zuletzt in Lucio Silla, Orfeo ed Euridice, Die Entführung aus dem Serail und Thamos auf der Bühne stand. Bei den Osterfestspielen Salzburg war der Chor unter Christian Thielemann in Tosca, Die Meistersinger von Nürnberg und 2020 in Don Carlo zu erleben. Gastspiele führten den Chor u.a. in den Musikverein in Wien, das Amsterdamer Concertgebouw, das Konzerthaus Berlin, zu den Händel-Festspielen in Halle und Göttingen, zum George-Enescu-Festival in Bukarest, zum Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra sowie nach Frankreich, Italien, Griechenland, Spanien und in die Schweiz. Im Juni 2020 singt der Chor in Mahlers 8. Symphonie unter Kirill Petrenko in der Bayerischen Staatsoper.

Dank seiner variablen Besetzung und stilistischen Flexibilität kann sich der Bachchor Salzburg einem vielfältigen Repertoire widmen, das von der Vokalpolyphonie der Renaissance über die großen Oratorien aus Barock, Klassik und Romantik bis zu Werken des 20. Jahrhunderts reicht. Aber auch mit Interpretationen zeitgenössischer Musik, darunter Uraufführungen von Komponisten wie Georg Friedrich Haas und Mauricio Sotelo, fand er internationale Beachtung.

Neben der Mozartpflege bildet der A-cappella-Gesang mit einer eigenen Konzertreihe unter dem Titel Chorage® einen Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit des Chors. Auch im A-cappella-Bereich umfasst das Repertoire über fünf Jahrhunderte: So beeindruckte der Chor mit regelmäßigen Aufführungen von Thomas Tallis’ 40-stimmiger Motette Spem in alium in der Stiftskirche St. Peter in Salzburg ebenso wie mit Werken von György Ligeti und Beat Furrer beim Festival Dialoge der Internationalen Stiftung Mozarteum.

Der Bachchor Salzburg ist unter vielen herausragenden Dirigenten und mit so renommierten Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Mozarteumorchester und der Camerata Salzburg, Les Musiciens du Louvre, dem Mahler Chamber Orchestra und dem Orquesta Sinfónica Simón Bolívar de Venezuela aufgetreten. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet den Chor mit Ivor Bolton, Leopold Hager, Andrés Orozco-Estrada, Hans Graf, Gianluca Capuano, Ádám Fischer und Ingo Metzmacher.

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