Biografie

Ausrine Stundyte

Stand: Juli 2020

Die litauische Sopranistin Ausrine Stundyte gibt als Elektra ihr Salzburger Festspieldebüt. Davor sang sie in der Saison 2019/20 Salome bei ihrem Debüt an der Wiener Staatsoper, an der Berliner Staatsoper und mit dem Dallas Symphony Orchestra unter Fabio Luisi, die Titelrolle in Hindemiths Sancta Susanna in Baltimore und im Wiener Konzerthaus sowie Judith (Herzog Blaubarts Burg) am Teatro La Fenice in Venedig. 2021 wird sie ihr Rollendebüt als Regan in einer Neuproduktion von Reimanns Lear an der Bayerischen Staatsoper geben.

Zu ihren wichtigsten Engagements der jüngeren Vergangenheit zählen Heliane in Korngolds Das Wunder der Heliane beim Bard SummerScape Festival, in Gent und Antwerpen, Andrea in José María Usandizagas baskischer Volksoper Mendi Mendiyan in Bilbao und San Sebastián, Katerina Ismailowa (Lady Macbeth von Mzensk) unter Ingo Metzmacher in Paris, unter Kazushi Ono in Lyon und unter Dmitri Jurowski in Antwerpen, Tosca in Helsinki, Seattle und São Paulo, Salome in Berlin und Bologna, Renata (Der feurige Engel) beim Festival d’Aix-en-Provence, in Warschau, unter Gianandrea Noseda in Zürich, in München und unter Kazushi Ono in Lyon, Carlotta in Schrekers Die Gezeichneten und Judith an der Komischen Oper Berlin, Bianca in Zemlinskys Eine florentinische Tragödie in Amsterdam, Catalanis Loreley bei den St. Galler Festspielen, Venus (Tannhäuser) in Venedig und Antwerpen, Montezuma in Rihms Die Eroberung von Mexico in Köln und Madrid, Leonore (Fidelio) unter Zubin Mehta in Florenz und an der Wiener Volksoper, Margherita in Boitos Mefistofele in München, Chrysothemis (Elektra) in Antwerpen, die Titelpartie in La Gioconda in St. Gallen sowie Cio-Cio-San (Madama Butterfly) in Savonlinna und Seattle.

Ausrine Stundyte studierte in ihrer Heimatstadt Vilnius und in Leipzig und begann ihre Karriere mit Auftritten an der Oper Leipzig und als Ensemblemitglied der Oper Köln. Erste Gastengagements führten sie nach Essen, Lübeck, Lissabon und – als Sieglinde (Die Walküre) – nach Palermo.
Ausrine Stundyte erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen. Neben den bereits erwähnten Dirigenten hat sie unter der Leitung von Jeffrey Tate, Julia Jones, Julian Kovatchev, Marco Armiliato, Dmitri Jurowski, Markus Stenz, Gabriel Feltz u.a. gesungen. Sie stand in vielen Inszenierungen von Calixto Bieito auf der Bühne und hat auch mit Robert Carsen, Peter Konwitschny, Graham Vick, David Alden, Christof Nel, Pierre Audi, Tatjana Gürbaca, Anthony Pilavachi und Dmitri Tcherniakov zusammengearbeitet.
Als Konzertsängerin trat sie u.a. im Leipziger Gewandhaus, der Liederhalle in Stuttgart, der Kölner und der Essener Philharmonie sowie in mehreren Konzertsälen in Tokio auf.

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