Biografie

Asmik Grigorian

Stand: Juli 2021

Die litauische Sopranistin Asmik Grigorian wurde in Vilnius geboren und studierte an der Litauischen Musik- und Theaterakademie. Sie ist ein Gründungsmitglied der Vilnius City Opera und wurde zwei Mal mit dem Goldenen Bühnenkreuz, dem höchsten litauischen Theaterpreis, ausgezeichnet: 2005 für ihr Rollendebüt als Violetta (La traviata) und 2010 für ihre Darstellung der Mrs. Lovett (Sweeney Todd). Bei den International Opera Awards wurde sie 2016 als beste Nachwuchssängerin und 2019 als Sängerin des Jahres ausgezeichnet.

Asmik Grigorian begann ihre internationale Karriere mit einem triumphalen Erfolg in Madama Butterfly an der Königlichen Oper in Stockholm und hat sich seither auf dem Konzertpodium wie auf der Opernbühne einen herausragenden Namen gemacht. 2016 war sie in Stockholm auch als Giordanos Fedora zu erleben – in der Regie von Christof Loy, mit dem sie regelmäßig zusammenarbeitet – und wurde m Amsterdamer Concertgebouw als Marie (Wozzeck) unter Markus Stenz umjubelt.

Bei den Salzburger Festspielen debütierte sie 2017 als Marie unter Vladimir Jurowski und in der Regie von William Kentridge. 2018 gab sie hier unter Franz Welser-Möst ihr sensationelles Rollendebüt als Salome in der Inszenierung von Romeo Castellucci; 2019 wurde sie dafür mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis in der Kategorie „Beste weibliche Hauptrolle“ ausgezeichnet. In der Spielzeit 2018/19 debütierte sie an der Mailänder Scala als Marietta (Die tote Stadt) unter Alan Gilbert in einer Neuproduktion von Graham Vick und sang an der Oper Frankfurt erstmals die Titelrolle in Iolanta. 2020 kehrte sie als Chrysothemis (Elektra) zu den Salzburger Festspielen zurück.

In der Saison 2020/21 sang sie die Titelrolle in Loys Inszenierung von Rusalka unter Ivor Bolton am Teatro Real in Madrid und de-bütierte in Madama Butterfly an der Wiener Staatsoper sowie im Rahmen von drei Konzerten an der Pariser Opéra. Im Juli 2021 gab sie als Senta in Dmitri Tcherniakovs Inszenierung von Der fliegende Holländer ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen. Zu künftigen Projekten zählen die Titel-rolle in Jenůfa in der Regie von Claus Guth bei ihrem Debüt am Royal Opera House, Covent Garden, sowie weitere Debüts an der Berliner und der Bayerischen Staatsoper und im Festspielhaus Baden-Baden.

2022 wird Asmik Grigorians Debütalbum erscheinen: Rachmaninow-Lieder, die sie mit dem Pianisten Lukas Genusias für Alpha Classics aufgenommen hat. Im Rahmen einer Europa-Tournee werden die beiden 2021/22 das Programm u. a. an der Scala, dem Grand Théâtre de Genève und in der Hamburger Elbphilharmonie präsentieren.

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