Biografie

Asmik Grigorian

Stand: Juli 2022

Die litauische Sopranistin Asmik Grigorian wurde in Vilnius geboren und studierte an der Litauischen Musik- und Theaterakademie. Sie ist Gründungsmitglied der Vilnius City Opera und wurde zweimal mit dem Goldenen Bühnenkreuz, dem höchsten litauischen Theaterpreis, ausgezeichnet: 2005 für ihr Rollendebüt als Violetta (La traviata) und 2010 für ihre Darstellung der Mrs. Lovett (Sweeney Todd). Bei den International Opera Awards wurde sie 2016 als Beste Nachwuchssängerin und 2019 als Sängerin des Jahres ausgezeichnet.

Asmik Grigorian begann ihre internationale Karriere mit einem triumphalen Erfolg als Cio-Cio-San in Madama Butterfly an der Königlichen Oper in Stockholm und hat sich seither auf dem Konzertpodium wie auf der Opernbühne einen herausragenden Namen gemacht. 2016 war sie in Stockholm auch als Giordanos Fedora zu erleben – in der Regie von Christof Loy, mit dem sie regelmäßig zusammenarbeitet –und wurde im Amsterdamer Concertgebouw als Marie (Wozzeck) unter Markus Stenz umjubelt.

Bei den Salzburger Festspielen debütierte sie 2017 als Marie unter Vladimir Jurowski und in der Regie von William Kentridge. 2018 gab sie hier unter Franz Welser-Möst ihr sensationelles Rollendebüt als Salome in der Inszenierung von Romeo Castellucci; 2019 wurde sie dafür mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis in der Kategorie „Beste weibliche Hauptrolle“ ausgezeichnet. In der Spielzeit 2018/19 debütierte sie an der Mailänder Scala als Marietta (Die tote Stadt) unter Alan Gilbert in einer Neuproduktion von Graham Vick und sang an der Oper Frankfurt erstmals die Titelrolle in Iolanta. 2020 kehrte sie als Chrysothemis (Elektra) zu den Salzburger Festspielen zurück.

In der Saison 2020/21 sang sie die Titelrolle in Rusalka unter Ivor Bolton am Teatro Real in Madrid und debütierte als Cio-Cio-San an der Wiener Staatsoper sowie im Rahmen von drei Konzerten an der Pariser Opéra. Im Juli 2021 gab sie als Senta in Dmitri Tcherniakovs Inszenierung von Der fliegende Holländer ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen.

2021/22 debütierte sie in der Titelrolle in Jenůfa am Royal Opera House, Covent Garden, und kehrte als Tatjana (Eugen Onegin) und in der Titelpartie in Manon Lescaut an die Wiener Staatsoper zurück. Zudem sang sie Lisa (Pique Dame) an der Scala, Jenůfa an der Berliner Staatsoper sowie wieder Cio-Cio-San in Stockholm. Als Konzertsängerin war sie in dieser Saison am Teatro del Maggio Musicale in Florenz und in der Elbphilharmonie Hamburg unter Zubin Mehta sowie in konzertanten Aufführungen von Iolanta mit den Berliner Philharmonikern unter Kirill Petrenko zu hören.

Im März 2022 erschien bei Alpha Classics ihr erstes Album Dissonance mit Liedern von Rachmaninow, das sie mit dem Pianisten Lukas Geniušas aufgenommen hat. Dieses Programm präsentierte das Duo in mehreren Konzerten, u. a. an der Scala, am Grand Théâtre de Genève sowie in der Elbphilharmonie.

Asmik Grigorian ist offizielle Botschafterin der Stiftung Rimantas Kaukėnas Charity.

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