Biografie

Anne-Sophie Mutter

Stand: August 2019

Anne-Sophie Mutter ist ein musikalisches Phänomen: Seit über 40 Jahren konzertiert die Virtuosin weltweit in allen bedeutenden Musikzentren und prägt die Klassikszene als Solistin, Mentorin und Visionärin. Ihre internationale Karriere begann sie 1976 bei den Festspielen in Luzern. Ein Jahr danach trat sie als Solistin bei den Salzburger Pfingstkonzerten unter der Leitung von Herbert von Karajan auf.

Die viermalige Grammy Award-Gewinnerin ist der Aufführung traditioneller Kompositionen genauso verpflichtet wie der Zukunft der Musik: 27 Werke hat sie bislang uraufgeführt — Unsuk Chin, Sebastian Currier, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Witold Lutosławski, Norbert Moret, Krzysztof Penderecki, André Previn, Wolfgang Rihm und John Williams haben für Anne-Sophie Mutter komponiert.

Darüber hinaus widmet sie sich zahlreichen Benefizprojekten und der Förderung des musikalischen Spitzennachwuchses: Im Herbst 1997 gründete sie den Freundeskreis Anne-Sophie Mutter Stiftung e. V., dem 2008 die Anne-Sophie Mutter Stiftung zur Seite gestellt wurde. Im Rahmen dieser beiden gemeinnützigen Institutionen werden die Stipendiaten nach ihren individuellen Bedürfnissen unterstützt. Seit 2011 teilt Anne-Sophie Mutter regelmäßig das Rampenlicht mit ihrem Stipendiaten-Ensemble Mutter’s Virtuosi.

Wichtig ist Anne-Sophie Mutter auch die Arbeit an medizinischen und sozialen Problemen unserer Zeit. Sie unterstützt diese Anliegen durch regelmäßige Benefizkonzerte. So spielte sie im Jahr 2017 beispielsweise für die Krebsforschung am Fred & Pamela Buffett Cancer Center in Omaha.

Anne-Sophie Mutters Konzertkalender 2019 schließt Auftritte in Asien, Europa sowie Nord- und Südamerika ein. Im März gab sie die Uraufführung von Sebastian Curriers Ghost Trio in der Carnegie Hall sowie die Uraufführung von Jörg Widmanns Streichquartett – beide neuen Werke wurden von ihr beauftragt und sind ihr gewidmet. Im September wird sie erstmals im Rahmen eines Open-Air-Konzertes auftreten. Die Veranstaltung findet auf dem Königsplatz in München statt und beinhaltet neue Bearbeitungen von Werken des mehrfach preisgekrönten Komponisten John Williams, die Ende August 2019 auch auf CD erscheinen werden.

Als Schwerpunkt des Jahres 2019 wählte Anne-Sophie Mutter Mozarts Violinkonzerte, die sie in ganz Europa und in den USA aufführte. Zu weiteren Höhepunkten zählen Aufführungen von Beethovens Tripelkonzert mit Daniel Barenboim, Yo-Yo Ma und dem West-Eastern Divan Orchestra in Südamerika und Europa. Außerdem gastiert sie gemeinsam mit Mutter’s Virtuosi erstmals in Südamerika.

Für ihre zahlreichen Einspielungen erhielt Anne-Sophie Mutter viele Preise, darunter vier Grammies, neun Auszeichnungen mit dem ECHO Klassik, den Deutschen Schallplattenpreis, den Record Academy Prize, den Grand Prix du Disque und den Internationalen Schallplattenpreis. Zu ihrem 40-jährigen Bühnenjubiläum erschien 2016 die Doppel-CD Mutterissimo — The Art of Anne-Sophie Mutter mit Highlights aus der facettenreichen Diskografie der Geigerin, primär aus den vergangenen zwei Dekaden ihrer beeindruckenden Karriere.

Im Dezember 2016 zeichnete sie das spanische Ministerium für Bildung, Kultur und Sport mit der Medalla de oro al Mérito en las Bellas Artes aus. Im Januar 2015 wurde Anne-Sophie Mutter zum Honorary Fellow des Keble College der University of Oxford ernannt. Seit Oktober 2013 ist sie ausländisches Ehrenmitglied der American Academy of Arts & Sciences. 2012 verlieh ihr der Atlantic Council den Distinguished Artistic Leadership Award. 2011 erhielt sie den Brahms-Preis sowie für ihr soziales Engagement den Erich-Fromm-Preis und den Gustav-Adolf-Preis. 2010 verlieh ihr die Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens in Trondheim die Ehrendoktorwürde; 2009 wurde sie mit dem Europäischen St.-Ulrichs-Preis sowie dem Cristobal Gabarron Award ausgezeichnet. 2008 wurde Anne-Sophie Mutter der internationale Ernst von Siemens Musikpreis sowie der Leipziger Mendelssohn-Preis zuerkannt.

Im Juni 2019 erhielt Anne-Sophie Mutter den Polar-Musikpreis. Polen erkannte ihr im März 2018 als erster deutscher Künstlerin die Gloria Artis Goldmedaille für kulturelle Verdienste zu. Die Stargeigerin ist Trägerin des Großen Bundesverdienstkreuzes, des französischen Ordens der Ehrenlegion, des Bayerischen Verdienstordens, des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und zahlreicher renommierter Auszeichnungen.

 

 

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Anne-Sophie Mutter Violinistin Violine
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