Anna Prohaska

Sopran

© Marco Borggreve

Die mehrfach ausgezeichnete österreichisch-englische Sopranistin Anna Prohaska debütierte 18-jährig als Flora (The Turn of the Screw) an der Komischen Oper Berlin und wurde mit 23 Jahren Ensemblemitglied der Berliner Staatsoper. Seitdem hat sie eine außergewöhnliche Karriere an die bedeutendsten Opernhäuser und zu herausragenden Orchestern geführt. Sie gastierte u. a. an der Mailänder Scala, der Royal Opera, Covent Garden, der Pariser Opéra, der Hamburgischen und Bayerischen Staatsoper, dem MusikTheater an der Wien und beim Festival d’Aix-en-Provence.

Sie ist regelmäßig zu Gast bei den Salzburger Festspielen, wo sie als Vitellia (La clemenza di Tito), Zerlina (Don Giovanni), Despina (Così fan tutte), Susanna (Le nozze di Figaro), Cordelia (Lear), in Nonos Al gran sole carico d’amore sowie in zahlreichen Konzerten auftrat.

Höhepunkte der Saison 2025/26 beinhalteten The Governess in Deborah Warners Neuinszenierung von The Turn of the Screw am Teatro dell’Opera in Rom, die Uraufführung von Pascal Dusapins Antigone unter Klaus Mäkelä in Paris, die Rückkehr als Zabelle in Benjamins Picture a day like this an das Teatro San Carlo in Neapel sowie Susanna am Gran Teatre del Liceu und mit dem Orchestre symphonique de Montréal. Sie trat mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Varian Fry Quartett und dem Phantasm Viol Consort auf, sang in Henzes Das Floß der Medusa unter Simon Rattle und begleitete das Toronto Symphony Orchestra auf dessen Europatournee.

Als Solistin konzertierte sie u. a. mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem London Symphony Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic und dem Boston Symphony Orchestra unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Pierre Boulez, Gustavo Dudamel, Daniel Harding, Mariss Jansons, Franz Welser-Möst und Christoph von Dohnányi.

Zu Anna Prohaskas Diskografie zählen eine Reihe von Solo-CDs: Sirène (2011), Enchanted Forest (2013) und Behind the Lines (2014) für Deutsche Grammophon; Serpent & Fire mit Il Giardino Armonico, Paradise Lost mit Julius Drake, Bach: Redemption mit der lautten compagney, Celebration of Life in Death mit La Folia und Kurtágs Kafka-Fragmente mit Isabelle Faust. Zuletzt erschien bei Alpha Classics Maria Mater Meretrix mit Patricia Kopatchinskaja und der Camerata Bern.

Anna Prohaska wurde u. a. mit dem Kunstpreis Berlin und dem OPUS Klassik 2024 ausgezeichnet.

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Stand: Juli 2026

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