Biografie

Andrè Schuen

Stand: Juli 2020

Der Bariton Andrè Schuen stammt aus La Val in Südtirol, wo er dreisprachig – ladinisch, italienisch und deutsch – aufwuchs: eine Vielseitigkeit, die sich in seinem Gesangrepertoire widerspiegelt. Er studierte Gesang bei Horiana Branisteanu an der Universität Mozarteum Salzburg und belegte dort auch den Studiengang Lied und Oratorium bei Wolfgang Holzmair.
Von 2010 bis 2014 war Andrè Schuen Ensemblemitglied der Oper Graz. Gastengagements führten ihn mehrmals ans Theater an der Wien, wo er unter Nikolaus Harnoncourt in konzertanten Aufführungen von Mozarts Da Ponte-Opern Figaro, Don Giovanni und Guglielmo sang und u.a. auch als Figaro in Paisiellos Il barbiere di Siviglia unter René Jacobs, als Graf in Strauss’ Capriccio und als Hamlet in der Uraufführung von Anno Schreiers gleichnamiger Oper zu erleben war.

Zu seinen jüngsten Engagements zählen Marcello (La bohème) am Grand Théâtre de Genève, Graf Almaviva (Le nozze di Figaro) an der Angers Nantes Opéra, Don Giovanni an der Opéra national de Lorraine in Nancy und am Grand Théâtre de Luxembourg, Guglielmo (Così fan tutte) am Teatro Regio in Turin, Papageno (Die Zauberflöte) am New National Theatre in Tokio und im Juni 2019 sein Debüt am Teatro Real in Madrid als Olivier in Christof Loys Neuproduktion von Capriccio. In der Spielzeit 2019/20 folgten seine Debüts an der Staatsoper Hamburg als Don Giovanni und beim Orquestra Gulbenkian in Lissabon in der Titelrolle von Eugen Onegin.

Höhepunkte auf dem Konzertpodium waren Auftritte mit den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle, beim WDR Sinfonieorchester unter Jukka-Pekka Saraste, beim Schwedischen Radio-Symphonieorchester unter Daniel Harding und beim Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons.

2010 war er Teilnehmer des Young Singers Project der Salzburger Festspiele, wo er in den folgenden Jahren in kleineren Rollen unter Simon Rattle, Riccardo Muti und Ivor Bolton und zu Pfingsten 2018 in der Klavierfassung von Brahms’ Deutschem Requiem mit Pierre-Laurent Aimard und Markus Hinterhäuser zu hören war.

Andrè Schuen hat zahlreiche Liederabende mit dem Pianisten Daniel Heide gegeben, u.a. bei der Schubertiade Schwarzenberg und Hohenems, in der Londoner Wigmore Hall, der Philharmonie de Paris, dem Amsterdamer Concertgebouw, dem Wiener Konzerthaus, dem Teatro de la Zarzuela in Madrid, dem Pierre Boulez Saal in Berlin sowie beim Heidelberger Frühling und beim Tanglewood Festival. Außerdem nahmen die beiden drei Lied-CDs auf, darunter das Schubert-Album Wanderer, das international beste Kritiken erhielt. Mit dem Boulanger Trio spielte Andrè Schuen eine CD mit Beethoven-Liedern ein.

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