Biografie

Quatuor Ébène

Stand: August 2018

Die vier Musiker des Quatuor Ébène hauchen der Kammermusik neuen Atem ein, indem sie stets einen direkten und unvoreingenommenen Blick auf die Werke werfen. Nach Studien beim Quatuor Ysaÿe in Paris sowie bei Gábor Takács, Eberhard Feltz und György Kurtág gewannen sie den ARD Musikwettbewerb 2004. Damit begann die internationale Karriere des Quatuor Ébène, die in zahlreiche weitere Preise und Auszeichnungen mündete.

In den Konzerten des Ensembles ist ein besonderer Elan zu spüren. Mit ihrem charismatischen Spiel, ihrem frischen Zugang zur Tradition und dem offenen Umgang mit neuen Formen gelingt es den Musikern, einen weiten und jüngeren Zuhörerkreis zu begeistern und ihr Wissen in regelmäßigen Meisterkursen im Conservatoire Paris zu vermitteln.

Das Quartett war 2007 Preisträger des Borletti-Buitoni Trust und wurde von diesem von 2007 bis 2012 unterstützt. 2005 wurde das Quartett mit dem Belmont-Preis der Forberg-Schneider-Stiftung ausgezeichnet, die den Musikern seither besonders eng verbunden ist. Zusammen mit ihnen hat Gabriele Forberg-Schneider Instrumente ausgesucht, die ihrer Spielweise und Klangvorstellung entsprechen, und ihnen diese ab 2009 leihweise zur Verfügung gestellt: Pierre Colombet spielt auf einer Violine von Francesco Rugeri, Cremona (ca. 1680), mit einem Geigenbogen von Charles Tourte (Paris, 19. Jahrhundert); Gabriel Le Magadure spielt auf einer Violine mit einem Label von Guarneri versehen (Mitte 18. Jahrhundert) und mit einem Geigenbogen von Dominique Pecatte (ca. 1845); Marie Chilemme spielt auf einer Viola von Marcellus Hollmayr, Füssen (1625), aus dem Vorbesitz von Mathieu Herzog; Raphaël Merlin spielt auf einem Violoncello von Andrea Guarneri, Cremona (1666/1680).

Die Alben des Quatuor Ébène mit Einspielungen von Werken von Haydn, Bartók, Debussy, Fauré, Mozart und den Mendelssohn-Geschwistern wurden mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Gramophone Award, dem ECHO Klassik, dem BBC Music Magazine Award und dem Midem Classical Award. Das 2010 erschienene Album Fiction mit Jazz-Arrangements, das Crossover-Album Brazil (2014) und die im Mai 2017 erschienene CD Eternal Stories (zusammen mit Michel Portal) zeigen die besondere Stellung des Quartetts in der Kammermusikszene. 2015 und 2016 widmeten sich die Musiker dem Lied. Sie wirkten an dem Album Green – Mélodies françaises sur des poèmes de Verlaine von Philippe Jaroussky mit, das 2016 den BBC Music Magazine Award gewann, und veröffentlichten ein Schubert-Album mit Matthias Goerne (Arrangements für Streichquartett, Bariton und Kontrabass von Raphaël Merlin) und mit Schuberts Streichquintett mit Gautier Capuçon.

Dem klassischen Repertoire der Streichquartettliteratur gilt aber weiterhin das Hauptaugenmerk: In dieser Saison setzt das Quatuor Ébène einen Schwerpunkt auf die Streichquartette von Ludwig van Beethoven. Im Jahr 2020 wird das Quartett zu seinem 20. Bestandsjubiläum und zum 250. Geburtstag von Beethoven einen Zyklus mit allen Beethoven’schen Streichquartetten spielen.

In der Saison 2017/18 standen neben Auftritten u.a. in der Berliner Philharmonie, dem Palais des Beaux-Arts in Brüssel, der Philharmonie de Paris, dem Wiener Konzerthaus, Konserthuset Stockholm und der Carnegie Hall auch Konzerte beim Musikfest Bremen und dem Verbier Festival auf der Agenda.

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Quatuor Ebène Streichquartett
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